Gedenkstelle auch in Ravensburg
Caritas Bodensee-Oberschwaben
Ravensburg - Am 21. Juli fand wie in vielen anderen Städten auch in Ravensburg der bundesweite Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher*innen statt.
Laut einer Publikation der Drogenbeauftragten der Bundesregierung starben im vergangenen Jahr 1.398 Menschen infolge ihres Drogenkonsums. Dies sei darauf zurückzuführen, dass diese Personen durch bestehende Hilfsangebote nicht oder nicht ausreichend erreicht werden konnten. So sei es ein Ziel, Präventionsmaßnahmen zu stärken und Angebote flächendeckend greifbar zu machen, nicht nur in Ballungsgebieten (Quelle: https://www.drogenbeauftragte.de/presse/pressekontakt-und-mitteilungen/2020/i-quartal/nationaler-drogentotengedenktag-am-21-juli-2020.html).
Auf Grund der COVID-19 Pandemie und der daraus resultierenden Auflagen fand in Ravensburg in diesem Jahr keine gemeinsame Veranstaltung der Mitglieder des Arbeitskreises "Illegale Drogen" statt. Stattdessen haben einige Stellen eigene Gedenkfeiern in einem kleineren Rahmen abgehalten.
Die Beratungsstelle der Caritas Suchthilfen in der Georgstraße errichtete gemeinsam mit Klientinnen und Klienten für diesen Tag eine Gedenkstelle in Form von bemalten Steinen mit den Namen der Verstorbenen, an welchen schwarze Luftballons befestigt waren. Im Tagesverlauf hatten Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, vor Ort weitere Steine zu bemalen und diese bei den anderen Andenken zu platzieren. Auch die über mehrere Jahre hinweg gestaltete Gedenktafel wurde mit weiteren Namen und Andenken ergänzt.
Die Veranstaltung erzielte die gewünschte Wirkung.
Die Beratungsstelle ist für viele Betroffene ein bekannter sowie geschützter Ort. Hier konnten sie mit anderen Menschen Erinnerungen austauschen und gemeinsamer Bekannte und Freunde gedenken.