Neues Projekt im Bereich Medienprävention für Kinder und Jugendliche
Im Rahmen eines Treffens im Landratsamt Ravensburg unterzeichneten die AOK - Die Gesundheitskasse Bodensee-Oberschwaben und der Landkreis Ravensburg eine Vereinbarung zur Umsetzung eines neuen Präventionsprojekts. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Kinder und Jugendliche in einem gesunden und reflektierten Umgang mit digitalen Medien zu stärken.
Die Antragstellung für das Projekt erfolgte durch den Kommunalen Suchtbeauftragten des Landkreises, Walter Krebs. Der Projektantrag wurde inhaltlich von den Caritas Suchthilfen entwickelt, federführend von Christian Sauter und Carina Sacharow.
Mit der AOK besteht bereits seit vielen Jahren eine feste und vertrauensvolle Zusammenarbeit, insbesondere im Bereich der Suchtprävention. Tina Schädler, kommissarische Sozialdezernentin des Landkreises Ravensburg, betont dabei die Dringlichkeit gezielter Präventionsmaßnahmen: "Digitale Medien sind aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Das birgt Chancen, aber auch erhebliche Risiken wie übermäßige Nutzung, Schlafmangel oder sozialen Rückzug. Viele Eltern sind unsicher, wie sie Regeln setzen und ihre Kinder begleiten sollen. Gleichzeitig fällt es Jugendlichen oft schwer, Risiken zu erkennen und Strategien zur Selbstregulation zu entwickeln."
Das von den Caritas Suchthilfen durchgeführte Präventionsprojekt richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 7 sowie deren Eltern und zielt darauf ab, die Medienkompetenz und einen guten und gesundheitsbewussten Umgang mit digitalen Angeboten zu fördern. In 90-minütigen Einheiten pro Klasse setzen sich die Jugendlichen interaktiv mit ihrem eigenen Medienkonsum, den Mechanismen digitaler Angebote und den Risiken exzessiver Nutzung auseinander. Eltern erhalten kompakte Informationen, praxisnahe Tipps zur Medienerziehung und die Möglichkeit zum Austausch, um ihre Kinder in der digitalen Welt kompetent zu begleiten und eine gesundheitsförderliche Medienumgebung zu schaffen.
Der stellvertretende Leiter der Caritas Suchthilfen, Maurice Hörnle, hebt die Bedeutung des Projekts hervor: "Medienkompetenz ist heute ein zentraler Bestandteil moderner Suchtprävention. Unser Ansatz ist es, Kinder und Jugendliche frühzeitig für Risiken zu sensibilisieren und gleichzeitig ihre Ressourcen zu stärken. Besonders wichtig ist uns dabei die enge Einbindung der Eltern, denn Prävention gelingt am besten im Zusammenspiel von Schule, Familie und professioneller Begleitung."
Die AOK - Die Gesundheitskasse Bodensee-Oberschwaben unterstreicht mit dieser Förderung ihr Engagement für eine zeitgemäße Gesundheitsförderung in der Region. AOK-Geschäftsführer Markus Packmohr betont: "Die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Ravensburg und den Caritas Suchthilfen ermöglicht es uns, Prävention dort zu verankern, wo sie besonders wirksam ist - nah an der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien ist heute ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsprävention."
Das Landratsamt Ravensburg begrüßt die Initiative und sieht sie ebenso als wichtigen Beitrag zur Stärkung der psychosozialen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. "Dieses Programm ist ein wichtiger Baustein, um die suchtpräventive Medienkompetenz von Jugendlichen zu stärken, Eltern in ihrer Erziehungsaufgabe zu unterstützen und die Gesundheit unserer Jugend im Landkreis Ravensburg nachhaltig zu schützen", betont die kommissarische Sozialdezernentin abschließend.
Für Rückfragen steht Walter Krebs, Kommunaler Suchtbeauftragter des Landratsamts Ravensburg, unter w.krebs@rv.de zur Verfügung.