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Themenabend zu neuen Drogen: „Da passieren krasse Dinge“

GruppenbildBernd Adler, Inge Mauch-Frohn, Christian Sauter und Florian Suckel (von links) zeigten sich erfreut über das große Interesse. SZ/Wolfgang Steinhübel

Die Bürgerstiftung Kreis Ravensburg informierte über die Gefahren neuer Drogen in einer Veranstaltung im Innenhof des Ravensburger Museums Humpisquartier.

Inge Mauch-Frohn, die stellvertretende Vorsitzende der Stiftung, zeigte sich in ihrer Begrüßungsrede erfreut über die große Resonanz. Alle Stühle waren besetzt, das Publikum saß sogar auf den Treppenstufen. Als Experten waren Florian Suckel von der Polizei und Christian Sauter von der Suchtberatung der Caritas geladen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Bernd Adler, dem stellvertretenden Leiter der Lokalredaktion Ravensburg-Weingarten der "Schwäbischen Zeitung".

Zu Beginn informierten Suckel und Sauter in einem kurzen Streifzug über Wirkungsweisen und Gefahren, danach wurden Fragen aus dem Publikum beantwortet und diskutiert. Die gesundheitlichen Risiken beim Konsum der neuen Drogen werden oft unterschätzt, sind aber hoch und teilweise noch gar nicht abschätzbar. So sind Wasserpfeifen, sogenannte Shishas, keineswegs harmlos. Ein Zug davon enthält das Rauchvolumen von zehn Zigaretten, mit einer ganzen Shisha konsumiert man so viel Rauchvolumen wie von zehn Zigarettenschachteln. Auch die Gefahren von Cannabis sind hoch. Der THC-Gehalt in den Hanfpflanzen wird durch spezielle Züchtungen immer größer. Dies ist die psychoaktive Substanz, der die berauschende Wirkung zugesprochen wird. Bis zu viereinhalb Wochen kann es dauern, bis es vom Körper wieder abgebaut wird. Immer größer und vielfältiger ist das Angebot von Kräutermischungen, Badesalzen und Pflanzendüngern auf dem Schwarzmarkt. Diese haben beim Konsum die bis zu 100-fache Wirkung von normalem Cannabis. Und die Folgen sind nicht abschätzbar. "Der Konsument ist das Versuchskaninchen", sagte Suckel dazu.

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