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Dr. Inge Mauch-Frohn, stellvertretende Vorsitzende der Bürgerstiftung Kreis Ravensburg (mit Scheck), und Oberstaatsanwalt
Herbert Heister, Präsident des Rotary Clubs Ravensburg (Zweiter von links), übergaben Spenden in Höhe von 5000 Euro für den
Treff 27 an Caritas-Regionalleiter Ewald Kohler (Dritter von links), Reiner Willibald, Leiter des Caritas-Dienstes Suchthilfe
(links), und weitere Mitarbeiter des Treffs. Bild: Caritas
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Wir verzeichnen eine überaus positive Resonanz, berichtete Reiner Willibald, Leiter der Suchthilfe der Caritas Bodensee-Oberschwaben.
Der Treff hat an fünf Tagen in der Woche von 8.30 bis 12 Uhr geöffnet. Er befindet sich im selben Gebäude wie die Schwerpunktpraxis
und die Psychosoziale Suchtberatungsstelle und stellt eine ideale Ergänzung dieses Suchthilfeangebots dar. Unser Cafétreff
wird regelmäßig von 20 bis 25 Personen wahrgenommen, so Willibald. Während der Öffnungszeiten arbeiten professionelle Fachkräfte
und ehrenamtliche Helfer Hand in Hand, damit in einem drogen- und suchtmittelfreien Umfeld abseits der Szene ein niederschwelliger
und ungezwungener Austausch erfolgen kann. Besucher aus dem ganzen Landkreis Ravensburg kommen in die Georgstraße 27. Unser
gemeinsames Ziel ist es, die Substitutionsbehandlung zum Erfolg zu führen, so Willibald.
Die kurzen Wege bewähren sich bestens, berichtete Andreas Kuhnhäuser von der Caritas-Suchtberatung. Wer möchte, kann sich
zu den Öffnungszeiten des Cafés bei Bedarf ohne vorherige Terminabsprache an die Suchtberater wenden, die ihre Büros im selben
Stockwerk haben. Begleitend zu dem Treff gibt es freizeitpädagogische Maßnahmen sowie aktivierende tagesstrukturierende Angebote.
Besonders beliebt sind das gemeinsame Kochen und Mittagessen am Montag. Wir versuchen mit unseren Angeboten, die Leute aus
der Illegalität rauszuholen und ihnen Alltagsstrukturen zu vermitteln, so Kuhnhäuser. Etwa ein Drittel der in Substitution
befindlichen Personen seien als solche nicht zu erkennen. Das sind Bürger, die einer geregelten Arbeit nachgehen und in geordneten
Verhältnissen leben, berichtet Willibald. Ein weiteres Drittel befinde sich in eher prekären Lebenssituationen, der Rest
lebe ohne jegliche Tagesstrukturen, vielfach belastet durch seelische Erkrankungen.
Der Treff 27 ist auf Spenden angewiesen. Auch wenn die hauptamtlich Tätigen über die Landkreisförderung finanziert werden
und die Stadt Ravensburg mit 3900 Euro die Hälfte der jährlichen Mietkosten übernimmt, seien pro Jahr über 10.000 Euro an
Spenden notwendig, um alle weiteren Kosten decken zu können, berichtete Caritas-Regionalleiter Ewald Kohler. Groß war daher
die Freude aller Beteiligten, als Dr. Inge Mauch-Frohn, stellvertretende Vorsitzende der Bürgerstiftung Kreis Ravensburg,
einen Spendenscheck in Höhe von 3000 Euro für die Einrichtung übergab. Ziel der Bürgerstiftung seien langfristige Förderungen,
sagte Dr. Mauch-Frohn. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir den Treff 27 weiter unterstützen. Von der erfolgreichen Einrichtung
überzeugt ist auch der Rotary Club Ravensburg. Sie leisten hier eine wichtige Arbeit, lobte der derzeitige Club-Präsident,
Leitender Oberstaatsanwalt Herbert Heister. Seit Gründung der Schwerpunktpraxis und des Cafétreffs 27 habe sich die Drogenproblematik
in Ravensburg deutlich entschärft.
Ihre Spenden sind besonders wertvoll, weil sie einer ausgegrenzten Personengruppe zugute kommen, die in der Öffentlichkeit
normalerweise wenig Unterstützung erfährt, dankte Kohler abschließend den Verantwortlichen der Bürgerstiftung und des Rotary
Clubs.
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