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Medieninformation Nr. 12/12 der Caritas Bodensee-Oberschwaben 06.07.2012 Wenn die große Wiese zu buntem Leben erwacht
Medieninformation Nr.09/12 der Caritas Bodensee-Oberschwaben 30.05.2012 Tageseltern werden immer wichtiger
Medieninformation Nr. 08/12 der Caritas Bodensee-Oberschwaben 24.04.2012 Spielerisch die Zweitsprache Deutsch lernen Medieninformation Nr. 04/11 der Caritas Bodensee-Oberschwaben 21.02.2012 Kleine Künstler ganz groß
Medieninformation Nr. 03/12 der Caritas Bodensee-Oberschwaben 13.02.2012 Wenn es die PFL noch nicht gäbe, müsste man sie gründen
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Medieninformation Nr. 03/12 der Caritas Bodensee-Oberschwaben 13.02.2012
Zahlreiche Gäste beim Festakt der Caritas Bodensee-Oberschwaben in Weingarten Erziehungsberatung Ravensburg feiert 50-jähriges
Bestehen
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Zahlreiche Gäste kamen zum Festakt der Caritas Bodensee-Oberschwaben mit Vorstellung der Psychologischen Familien- und Lebensberatung
im Landkreis Ravensburg in die Akademie nach Weingarten. Gefeiert wurden auch das 50-jährige Bestehen der Erziehungsberatung
Ravensburg und das 30-jährige Bestehen der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle. Bild: Caritas
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Ravensburg/Weingarten Familien zu stärken ist eine der zentralen Aufgaben der katholischen Kirche und ihrer Caritas, sagte
Ewald Kohler, Leiter der Caritas Bodensee-Oberschwaben, bei einem Festakt mit Vorstellung der Psychologischen Familien- und
Lebensberatung (PFL) der Caritas in der Akademie in Weingarten. Viele Gäste, darunter Kooperationspartner aus Kirchengemeinden,
Kindergärten und Schulen, aber auch aus Verwaltung und Wirtschaft waren gekommen, um die Arbeit und die Struktur der PFL kennenzulernen
und zugleich das 50-jährige Bestehen der Erziehungsberatungsstelle Ravensburg und das 30-jährige Bestehen der Ehe-, Familien-
und Lebensberatungsstelle zu feiern.
Mehr als 1250 rat- und hilfesuchende Familien und Paare kamen im vergangenen Jahr zu den PFL-Stellen in den Sozialräumen Schussental,
Leutkirch und Bad Waldsee. Sie kamen mit Sorgen und Fragen zur Erziehung ihrer Kinder, wegen Problemen in ihrer Paarbeziehung
oder mit Unterstützungsbedarf in einer akuten Trennungs- und Scheidungssituation. Familien im Rahmen der Jugendhilfe zu stärken
sei der Auftrag der 1961 als eines der ersten kostenlosen Beratungsangebote dieser Art in Süddeutschland gegründeten Caritas-Erziehungsberatungsstelle
im Landkreis Ravensburg. Die Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle der Diözese Rottenburg-Stuttgart habe Paare bei Problemen
in der Ehe, Familie sowie Partnerschaft beraten und Einzelpersonen in Lebenskrisen unterstützt.
Am 16.März 2010, so Kohler, hätten Diözese und Caritasverband die beiden Beratungsstellen unter dem neuen Namen Psychologische
Familien- und Lebensberatung konzeptionell und strukturell zusammengeführt und deren Kräfte unter dem Dach des Caritasverbands
gebündelt. Anhaltend hohe Beratungszahlen und eine stetig steigende Nachfrage mit teils langen Wartezeiten zeigten die Notwendigkeit
der Beratungsangebote. Erziehungs- und Eheberatung leiste einen wichtigen Beitrag, um Folgekosten in Form von hohen Transferleistungen
oder Kostensteigerungen im Bereich Jugendhilfe zu vermeiden. Investieren wir daher gemeinsam in die präventive Beratung statt
in enorme Folgekosten, appellierte Kohler an die Festgäste.
In drei Gesprächsrunden, moderiert von Barbara Deifel-Vogelmann vom Caritasverband Stuttgart, erfuhren die Gäste von der Arbeit
und Außenwirkung der PFL im Landkreis Ravensburg. Die Beratungsarbeit erfolge auf der Grundlage einer umfassenden neuen Konzeption,
sagte der Leiter der PFL, Thomas Heinle. Über spezielle Angebote und Projekte reagiere die PFL auf sich verändernde gesellschaftliche
Herausforderungen. Monika Braun stellte die Hilfen für Erwachsene vor. Paare, allein Lebende, junge Erwachsene kämen beispielsweise
mit Kommunikationsproblemen, Ängsten, depressiven Symptomen in die Beratung. In allen Sozialräumen gebe es eine gute Zusammenarbeit
mit dem Allgemeinen Sozialen Dienst des Jugendamtes und den Schulen, berichtete Carmen Scheich, Mitarbeiterin der PFL im Caritas-Zentrum
Leutkirch. Wir brauchen diese professionelle Unterstützung, betonte Herbert Reck, Rektor der Grundschule Aulendorf, wo die
Caritas-Erziehungsberatung monatlich mit einer Außensprechstunde vor Ort ist. Auch wir holen uns über die PFL Hilfe von außen
mit ins Boot, berichtete Sabine Jäckl-Makowski, Kindergartenleiterin der evangelischen Kirchengemeinde Weingarten, von ihrer
Arbeit in dem seit zehn Jahren bestehenden Arbeitskreis der Erzieherinnen. Als überaus positive Unterstützungsangebote bewertete
Carola Schmachtl, Leiterin des Familientreffs Weingarten, die regelmäßig stattfindenden PFL-Beratungen und Elternkurse.
Wenn die PFL noch nicht gegründet worden wäre, müsste dies jetzt dringend geschehen, sagte Diözesancaritasdirektor Prälat
Wolfgang Tripp. Die PFL überzeuge durch praxisnahe Konzepte. Die Zusammenarbeit mit der PFL sei sehr konstruktiv. Man suche
auf Augenhöhe nach gemeinsamen Lösungen, bestätigte auch Konrad Gutemann, Leiter des Jugendamtes Ravensburg. Froh, dass es
die dezentralen und professionellen PFL-Beratungsangebote gibt, sind auch Ravensburgs Erster Bürgermeister Hans Georg Kraus
sowie Leutkirchs Bürgermeister Martin Bendel. Die soziale und gesellschaftliche Entwicklung stelle auch die Kommunen vor immer
neue Herausforderungen, die nur gemeinsam Hand in Hand zu bewältigen seien. Nicht zuletzt bringe die PFL-Beratung auch ein
Stück Entlastung für die Gemeindeseelsorge, sagte Florian Müller, Dekanatsreferent Allgäu-Oberschwaben. Immer weniger Menschen
hätten Kontakt zu ihrer Kirchengemeinde. Müller: Da ist es wichtig, dass es die PFL-Anlaufstellen gibt. Die Kirche und ihre
Caritas seien dort gefordert, wo Menschen in Not sind, betonte Prälat Tripp. Vielleicht muss es immer wieder mal einen solchen
Nachmittag wie diesen geben, damit einem das wieder bewusst wird.
Versteht sich fast von selbst, dass neben der Information auch die Unterhaltung nicht zu kurz kam: Nach begeisternden Auftritten
von Trommlergruppe und Chorklasse der Talschule Weingarten beendete Schauspieler und Kabarettist Uli Boettcher den Festakt
mit einer Szene aus seinem Programm Ü 40. Für Belustigung sorgte sein Vorschlag, den hohen Scheidungsraten durch eine künftig
auf 25 Jahre festgeschriebene Eheschließung entgegenzuwirken. Wer sich danach nicht trennen will, muss noch einmal heiraten.
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Die Chorklasse der Talschule Weingarten begeisterte die Festgäste mit ihren spritzig-frechen Liedern. Bild: Caritas
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Medieninformation Nr. 04/11 der Caritas Bodensee-Oberschwaben 21.02.2012
Im Treffpunktcafé CariSINA der Caritas Bodensee-Oberschwaben in Weingarten sind derzeit Bilder aus der Kindertagesstätte Mullewapp
zu sehen
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Eine Ausstellung ganz junger Künstler: Rita Feyrer zeigt eines der Kunstwerke, die derzeit im CariSINA zu sehen sind. Bild:
Caritas
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Weingarten Viele kleine Bilder, gemalt mit fröhlich leuchtenden Farben, verleihen seit kurzem dem Treffpunktcafé CariSINA
der Caritas Bodensee-Oberschwaben in Weingarten buntes Leben. Sie zeigen einen farbigen Händeabdruck, ein Haus, eine Sonne
und viele andere bunte Kreationen, sind verziert mit Federn, Papierschnipseln, Aufklebern oder auch Stoff- und Wollresten
und wurden von ganz jungen Künstlern gestaltet. Die Erzieherinnen der Kindertagesstätte Mullewapp an der Pädagogischen Hochschule
Weingarten haben diese Bilder mit Kindern im Alter ab drei Jahren gestaltet, berichtet CariSINA-Leiterin Rita Feyrer. Jeweils
neun kleine Kunstwerke hat sie zu einem großen zusammengefügt. Die passenden Holzrahmen dafür fertigte der ehrenamtliche Helfer
Hubert Gärtner aus Baindt. Entstanden sind so vier große ansprechende Bilder, die Lebendigkeit, Kreativität und Lebensfreude
ausstrahlen. Wer möchte, kann die Werke der jungen Mullewapp-Künstler in den nächsten Wochen im CariSINA anschauen zu den
Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag, jeweils von 11.30 Uhr bis 13.30 Uhr.
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Medieninformation Nr. 08/12 der Caritas Bodensee-Oberschwaben 24.04.2012
Das Sprachförderprojekt Griffbereit der Caritas Bodensee-Oberschwaben kommt bei Eltern und Kindern sehr gut an
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Lustige Fingerspiele auf Deutsch und Türkisch lernen die kleinen türkischen Mädchen und ihre Mütter mit Burcu Uslu in der
türkisch-deutschen Griffbereit-Gruppe im Kindergarten Dreifaltigkeit. Bild: Caritas
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Russische Mütter und ihre Kinder nehmen jede Woche mit Beigeisterung an der deutsch-russischen Griffbereit-Gruppe in der
Domäne Hochberg teil, die von Ekaterina Geiger (Dritte von links) geleitet wird. Bild: Caritas
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Ravensburg Wir kommen gerne hierher. Hier gibt es immer etwas zu lachen und wir lernen viel, sagt eine türkische Mutter
und setzt sich mit ihrem zweijährigen Sohn auf den Teppichboden, um mit Bauklötzen einen Turm zu bauen. Zusammen mit anderen
türkischen Frauen und deren Kindern im Alter von zehn Monaten bis drei Jahren kommt sie jede Woche in das Gemeindezentrum
Dreifaltigkeit in die Ravensburger Weststadt. Dort wird in der Gruppe Griffbereit eineinhalb Stunden lang deutsch und türkisch
gesprochen, gesungen, gespielt und miteinander gelacht. Hallo, hallo, wie schön, dass du da bist, wir freuen uns ja so,
begrüßen sie sich mit einem deutschen Singspiel, dann folgt ein Lied in Türkisch und wenig später ertönt im Chor: Backe,
backe, Kuchen. Die Arbeit in der Gruppe finde immer zweisprachig statt, berichtet Burcu Uslu. Die 21-jährige Türkin ist pädagogische
Fachkraft und führt das Projekt Griffbereit der Caritas Bodensee-Oberschwaben in Ravensburg durch. Wir besprechen in der
Gruppe auch pädagogische Themen und ich gebe Tipps und Anregungen für das erzieherische Miteinander in der Familie, sagt
Burcu Uslu. Zu Hause werden Aufgabenstellungen in türkischer Sprache durchgeführt. Die Spielblätter, die die Mütter dafür
erhalten, sind auf Deutsch und auf Türkisch und ergeben nach einiger Zeit einen kompletten Ordner, der vielfältig genutzt
werden kann. Die ganze Familie macht bei uns mit. Wir profitieren in beiden Sprachen davon, berichtet eine junge türkische
Mutter. Auch neue Kontakte und Freundschaften sind unter den türkischen Familien entstanden. Wir sind fast Nachbarinnen,
haben uns aber erst hier kennengelernt, berichtet eine lachend. Jetzt unternehmen wir viel gemeinsam.
Fast zur gleichen Zeit ist im Kindergarten St. Felicitas in der Domäne Hochberg das Lied Bruder Jakob zu hören allerdings
mit russischem Text. Dort treffen sich jede Woche Frauen und Kinder der deutsch-russischen Griffbereit-Gruppe. Die Fingerspiele
gefallen mir und meiner Tochter am besten, lacht eine junge Russin. Meine Kleine hat sie hier auf Deutsch und auf Russisch
gelernt, das ist einfach toll. Auch die Tipps und Anregungen, die die Mütter von der pädagogischen Fachkraft Ekaterina Geiger
erhalten, kommen gut an. Wir sind wie eine große Familie, sagen sie. Seit rund elf Monaten gibt es das Sprachförderangebot
in der Domäne Hochberg, die meisten in der Gruppe sind von Anfang an mit dabei. Ich kenne die Arbeitsblätter fast auswendig,
so oft haben wir sie schon zu Hause genutzt, berichtet eine russische Mutter begeistert. Das Griffbereit-Angebot kommt
bei allen sehr gut an. Oder gibt es auch Kritik? Ja, die eineinhalb Stunden gehen immer viel zu schnell vorbei, sind sich
die russischen und türkischen Teilnehmerinnen einig. Wir hätten gerne mehr Zeit zur Verfügung.
Die beiden Eltern-Kind-Gruppen sind ein Sprachförderangebot der offenen Familienhilfe der Caritas Bodensee-Oberschwaben. Wir
möchten Eltern mit Migrationshintergrund frühzeitig erreichen und sie im Erziehungs- und Familienalltag stärken, sagt Angelika
Hipp-Streicher, Leiterin des Caritas-Fachdienstes. Sprachkompetenz sei eine wichtige Voraussetzung für den Bildungserfolg
von Kindern. Wir setzen deshalb mit diesem Präventionsangebot bereits im Kleinkindalter an und beteiligen die Eltern aktiv,
so Angelika Hipp-Streicher.
Im Rahmen des Landesprogramms Stärke war es möglich, das Angebot für zwei Jahre zu finanzieren. Diese Förderung wird künftig
nicht mehr in diesem Umfang zur Verfügung stehen da die Mittel von Seiten des Landes gekürzt wurden. Wir benötigen für die
Zukunft verlässliche Finanzierungsstrukturen, damit eine Chancengleichheit für Kinder und deren Familien tatsächlich nachhaltig
gelingen kann, dies ist ein gesamtgesellschaftlicher Auftrag, so Angelika Hipp-Streicher. Das Kursangebot ist lizenziert
und wird derzeit von der Caritas in russisch-deutsch und türkisch-deutsch angeboten.
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Medieninformation Nr.09/12 der Caritas Bodensee-Oberschwaben 30.05.2012
Die Tagesmüttervermittlungsstellen Schussental und Nord-West der Caritas Bodensee-Oberschwaben in Ravensburg und Bad Waldsee
verzeichnen eine stetig steigende Nachfrage
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Die Diplom-Sozialpädagoginnen Andrea Siemens (rechts), Tagesmüttervermittlung Schussental, und Christine Leierseder, Tagesmüttervermittlung
Nord-West, helfen Eltern bei der Suche und der Vermittlung einer geeigneten Tagesmutter. Bild: Caritas
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Ravensburg/Bad Waldsee Familie und Beruf wie kann das für alle Beteiligten zufriedenstellend vereinbart und gemeistert
werden? Für viele junge Familien steht die Frage einer vertrauenswürdigen und zuverlässigen Kinderbetreuung ganz oben auf
der Wunschliste. Die Nachfrage nach Tagesmüttern steigt stetig an, berichtet Andrea Siemens von der Tagesmüttervermittlung
Schussental der Caritas Bodensee-Oberschwaben in Ravensburg. Angesichts immer flexibler werdender Arbeitszeiten bilde eine
Tagesmutter eine wichtige Ergänzung der Betreuungsangebote in Kindergärten und Kindertagesstätten. Allein im Bereich Schussental,
für den 99 Tagesmütter zur Verfügung stehen, sind aktuell 72 Kinder unter drei Jahren und 161 Kinder insgesamt in Tagespflege.
Auch bei der Tagesmüttervermittlung Nord-West der Cartitas Bodensee-Oberschwaben in Bad Waldsee ist die Nachfrage groß.
Dort werden laut Christine Leierseder, Ansprechpartnerin der Bad Waldseer Tagesmüttervermittlung, derzeit 99 Kinder insgesamt
und davon 36 Kinder unter drei Jahren von 63 Tageseltern betreut. Die Vermittlungsstellen haben derzeit einen Stellenumfang
von 80 Prozent im Schussental und 50 Prozent im Gebit Nord-West. Im Landkreis Ravensburg betreut durchschnittlich eine Vollzeitstelle
168 Tagespflegeverhältnisse. Der Betreuungsschlüssel in Baden-Württemberg beträgt zum Vergleich 1:143.
Der ab 2013 bestehende Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren stelle die Kommunen vor große
Herausforderungen. Viele Gemeinden kooperieren daher gern in Sachen Tagespflege mit den Tagesmüttervermittlungsstellen. Einige
mieten Räume für Tagesmütter an oder stellen diese zur Verfügung, andere unterstützen die Eltern bei der Finanzierung ihrer
Tagesmutter, berichten die beiden Diplom-Sozialarbeiterinnen. Über das Kooperationsmodell des Jugendamts zur Kindertagespflege
im Landkreis Ravensburg beteiligen sich einige Kommunen auch an den Kosten für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren
in Tagespflegeverhältnissen in ihrer jeweiligen Gemeinde. Ziel sei es, die Kooperation mit Kommunen zu verstärken und individuelle
Lösungen für Bedarfe zur entwickeln.
In Umsetzung einer Landesempfehlung hat der Landkreis Ravensburg jetzt zum 1. Mai das Betreuungsgeld für Tagesmütter angehoben:
von 3,90 auf 4,50 Euro pro Stunde für Kinder über drei Jahren und auf 5,50 Euro pro Stunde für Kinder unter drei Jahren. Das
ist für uns ein wichtiges Signal, dass wir auf dem richtigen Weg sind, betont Andrea Siemens.
Je früher die Eltern ihren Tagespflegewunsch bei der Caritas melden, umso leichter könne die Zusammenführung zwischen wohnortnahen,
passenden Tagesmüttern und Betreuung suchenden Familien erfolgen. Alle wesentlichen Punkte der Bezahlung, Betreuungszeiten
oder Urlaubsregelung werden in einem bei der Caritas erhältlichen Betreuungsvertrag geregelt. Wir bieten den Tagesmüttern
fachliche Beratung, Begleitung und Unterstützung, so Andrea Siemens. Die beiden Tagesmütterstellen vermitteln nur qualifizierte
Tageseltern. Diese durchlaufen eine Qualifizierung von 160 Unterrichtseinheiten, Fortbildungsmaßnahmen sowie regelmäßige
Erfahrungs- und Informationsaustausche.
Im Rahmen der Betreuungsanfragen sei es für die Zukunft wichtig, vor allem auch in den Randzeiten ergänzende Angebote zu schaffen,
die den Eltern eine verlässliche Betreuung gewährleisten, gibt Angelika Hipp-Streicher, Leitung Offene Familienhilfe der Caritas,
zu bedenken: Deshalb möchten wir im Rahmen der Weiterentwicklung des Tagespflegeangebots Kooperationsmodelle mit Kindertagesstätten
entwickeln. Diese sehen vor, dass die Abdeckung der Randzeiten direkt am Standort Kindergarten durch Tageseltern ermöglicht
wird. Das Modell sei vor allem an Standorten sinnvoll, an denen Randzeiten, beispielsweise in den frühen Morgen- und Abendstunden,
nur für eine geringe Anzahl von Kindern nachgefragt werde. Ebenso bietet diese Betreuungsmöglichkeit eine Bedarfsdeckung im
Bereich der schulischen Betreuung, wenn nur eine geringe Anzahl von Kindern eine Randzeitenbetreuung benötigt. Das Angebot
der Kindertagespflege richte sich an Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahre, so Angelika Hipp-Streicher.
INFO: Wer eine Tagesmutter sucht oder selbst gerne Tagesmutter oder -vater werden möchte, sollte sich mit einer der beiden
Caritas-Tagesmüttervermittlungen in Verbindung setzen.
Kontakt: Region Schussental, Andrea Siemens, Seestraße 44, 88212 Ravensburg, Telefon 0751/36256-18, tagesmuettervermittlung-rv@caritas-bodensee-oberschwaben.de<BR><BR>Region Landkreis Nord-West, Christine Leierseder, Robert- Koch- Straße 52, 88339 Bad Waldsee, Telefon 07524 /401168-12, leierseder@caritas-bodensee-oberschwaben.de
Internet: www.caritas-bodensee-oberschwaben.de
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Medieninformation Nr. 12/12 der Caritas Bodensee-Oberschwaben 06.07.2012
Viele begeisterte Besucher beim Familien-Spielenachmittag in der Ravensburger Südstadt
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Die Caritas-Mitarbeiterinnen Angelika Eisenbeiß (links hinten) und Susanne Spill (Zweite von rechts) freuen sich über das
fröhliche Treiben auf der großen Wiese. Bild: Caritas
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Ravensburg Sonne, viel Platz zum Spielen und überall tolle Mitmachangebote die große Wiese in der Ravensburger Südstadt
präsentierte sich als Spieleparadies für Groß und Klein. Hier ist es einfach nur toll, schwärmten zwei Jungs, die sich mit
einem Federballspiel vergnügten, während gleich daneben heiße Wettkämpfe an einem Tischfußballspiel ausgetragen wurden. Eine
Mädchengruppe spielte Frisbee und an den aufgestellten Tischen wurde gemalt, gebaut, gebastelt, gewerkelt und vor allem viel
gelacht. Schau mal, das haben wir alles schon gemalt, sagte ein ganz junger Künstler und zeigte stolz auf eine Wäscheleine,
an der verschiedene Bilder hingen. Das ist gar nichts gegen das, was ich kann, konterte ein anderer Junge, zog verknotete
Seile durch einen Eimer mit Laugenwasser und formte schwungvoll riesige Seifenblasen, die im Sonnenlicht glänzten und davonflogen.
Dort hinten wird vorgelesen, da muss ich hin, rief ein kleines Mädchen und zog seine Mutter energisch in Richtung Lesezelt.
Besonderer Beliebtheit erfreuten sich auch die Stände, an denen es leckeren Kuchen und erfrischende Getränke gab. Wie gut,
dass die schönen alten Bäume hier wohltuenden Schatten spenden, sagte eine Besucherin.
Wir haben Leben in die Südstadt gebracht, freuten sich Susanne Spill und Angelika Eisenbeiß, Mitarbeiterinnen der Caritas
Bodensee-Oberschwaben. Bereits zum zweiten Mal fungierte die große Wiese in der Südstadt als Veranstaltungsort. Die Idee
dazu sei im Rahmen des Südstadtforums entstanden, berichtete Susanne Spill. Die Caritas habe dieses vor drei Jahren initiiert,
um die Vielzahl der unterschiedlichen Einrichtungen, Organisationen und Initiativen an einen Tisch zu bringen. Man habe beschlossen,
eine gemeinsame Veranstaltung auf der großen Wiese zu machen, unterstützt von vielen Partnern und ehrenamtlichen Helfern.
Ein guter Entschluss, wie sich in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal zeigte. Die Spiel- und Mitmachangebote von Kindergärten,
Ludothek, Lesewelt Ravensburg, Kreidekreis, Jugendtreff Südstadt, Neuwiesenschule, Kinderstiftung Ravensburg, Caritas-Familientreff
und Agenda Südstadt erfreuten sich großer Beliebtheit. Ich bin beim nächsten Mal wieder mit dabei, sagte eine ältere Frau.
Sie wohne gleich neben der großen Wiese, erzählte sie und lachte: So ein fröhliches Treiben tut dieser Wiese einfach nur
gut.
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