Caritas Bodensee-Oberschwaben - Pressemitteilungen 2012 Kinder-, Jugend- und Familienhilfe 1. Hj.

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Bodensee-Oberschwaben

Medieninformation Nr. 12/12 der Caritas Bodensee-Oberschwaben 06.07.2012
Wenn die „große Wiese“ zu buntem Leben erwacht

Medieninformation Nr.09/12 der Caritas Bodensee-Oberschwaben 30.05.2012
Tageseltern werden immer wichtiger

Medieninformation Nr. 08/12 der Caritas Bodensee-Oberschwaben 24.04.2012
Spielerisch die Zweitsprache Deutsch lernen

Medieninformation Nr. 04/11 der Caritas Bodensee-Oberschwaben 21.02.2012
Kleine Künstler ganz groß

Medieninformation Nr. 03/12 der Caritas Bodensee-Oberschwaben 13.02.2012
Wenn es die PFL noch nicht gäbe, müsste man sie gründen



Medieninformation Nr. 03/12 der Caritas Bodensee-Oberschwaben 13.02.2012

Wenn es die PFL noch nicht gäbe, müsste man sie gründen


Zahlreiche Gäste beim Festakt der Caritas Bodensee-Oberschwaben in Weingarten – Erziehungsberatung Ravensburg feiert 50-jähriges Bestehen



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Zahlreiche Gäste kamen zum Festakt der Caritas Bodensee-Oberschwaben mit Vorstellung der Psychologischen Familien- und Lebensberatung im Landkreis Ravensburg in die Akademie nach Weingarten. Gefeiert wurden auch das 50-jährige Bestehen der Erziehungsberatung Ravensburg und das 30-jährige Bestehen der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle. Bild: Caritas

Ravensburg/Weingarten – „Familien zu stärken ist eine der zentralen Aufgaben der katholischen Kirche und ihrer Caritas“, sagte Ewald Kohler, Leiter der Caritas Bodensee-Oberschwaben, bei einem Festakt mit Vorstellung der Psychologischen Familien- und Lebensberatung (PFL) der Caritas in der Akademie in Weingarten. Viele Gäste, darunter Kooperationspartner aus Kirchengemeinden, Kindergärten und Schulen, aber auch aus Verwaltung und Wirtschaft waren gekommen, um die Arbeit und die Struktur der PFL kennenzulernen und zugleich das 50-jährige Bestehen der Erziehungsberatungsstelle Ravensburg und das 30-jährige Bestehen der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle zu feiern.

Mehr als 1250 rat- und hilfesuchende Familien und Paare kamen im vergangenen Jahr zu den PFL-Stellen in den Sozialräumen Schussental, Leutkirch und Bad Waldsee. Sie kamen mit Sorgen und Fragen zur Erziehung ihrer Kinder, wegen Problemen in ihrer Paarbeziehung oder mit Unterstützungsbedarf in einer akuten Trennungs- und Scheidungssituation. Familien im Rahmen der Jugendhilfe zu stärken sei der Auftrag der 1961 als eines der ersten kostenlosen Beratungsangebote dieser Art in Süddeutschland gegründeten Caritas-Erziehungsberatungsstelle im Landkreis Ravensburg. Die Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle der Diözese Rottenburg-Stuttgart habe Paare bei Problemen in der Ehe, Familie sowie Partnerschaft beraten und Einzelpersonen in Lebenskrisen unterstützt.

Am 16.März 2010, so Kohler, hätten Diözese und Caritasverband die beiden Beratungsstellen unter dem neuen Namen „Psychologische Familien- und Lebensberatung“ konzeptionell und strukturell zusammengeführt und deren Kräfte unter dem Dach des Caritasverbands gebündelt. Anhaltend hohe Beratungszahlen und eine stetig steigende Nachfrage mit teils langen Wartezeiten zeigten die Notwendigkeit der Beratungsangebote. Erziehungs- und Eheberatung leiste einen wichtigen Beitrag, um Folgekosten in Form von hohen Transferleistungen oder Kostensteigerungen im Bereich Jugendhilfe zu vermeiden. „Investieren wir daher gemeinsam in die präventive Beratung statt in enorme Folgekosten“, appellierte Kohler an die Festgäste.

In drei Gesprächsrunden, moderiert von Barbara Deifel-Vogelmann vom Caritasverband Stuttgart, erfuhren die Gäste von der Arbeit und Außenwirkung der PFL im Landkreis Ravensburg. Die Beratungsarbeit erfolge auf der Grundlage einer umfassenden neuen Konzeption, sagte der Leiter der PFL, Thomas Heinle. Über spezielle Angebote und Projekte reagiere die PFL auf sich verändernde gesellschaftliche Herausforderungen. Monika Braun stellte die Hilfen für Erwachsene vor. Paare, allein Lebende, junge Erwachsene kämen beispielsweise mit Kommunikationsproblemen, Ängsten, depressiven Symptomen in die Beratung. In allen Sozialräumen gebe es eine gute Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Sozialen Dienst des Jugendamtes und den Schulen, berichtete Carmen Scheich, Mitarbeiterin der PFL im Caritas-Zentrum Leutkirch. „Wir brauchen diese professionelle Unterstützung“, betonte Herbert Reck, Rektor der Grundschule Aulendorf, wo die Caritas-Erziehungsberatung monatlich mit einer Außensprechstunde vor Ort ist. „Auch wir holen uns über die PFL Hilfe von außen mit ins Boot“, berichtete Sabine Jäckl-Makowski, Kindergartenleiterin der evangelischen Kirchengemeinde Weingarten, von ihrer Arbeit in dem seit zehn Jahren bestehenden Arbeitskreis der Erzieherinnen. Als überaus positive Unterstützungsangebote bewertete Carola Schmachtl, Leiterin des Familientreffs Weingarten, die regelmäßig stattfindenden PFL-Beratungen und Elternkurse.

Wenn die PFL noch nicht gegründet worden wäre, müsste dies jetzt dringend geschehen, sagte Diözesancaritasdirektor Prälat Wolfgang Tripp. Die PFL überzeuge durch praxisnahe Konzepte. Die Zusammenarbeit mit der PFL sei sehr konstruktiv. Man suche auf Augenhöhe nach gemeinsamen Lösungen, bestätigte auch Konrad Gutemann, Leiter des Jugendamtes Ravensburg. Froh, dass es die dezentralen und professionellen PFL-Beratungsangebote gibt, sind auch Ravensburgs Erster Bürgermeister Hans Georg Kraus sowie Leutkirchs Bürgermeister Martin Bendel. Die soziale und gesellschaftliche Entwicklung stelle auch die Kommunen vor immer neue Herausforderungen, die nur gemeinsam Hand in Hand zu bewältigen seien. Nicht zuletzt bringe die PFL-Beratung auch ein Stück Entlastung für die Gemeindeseelsorge, sagte Florian Müller, Dekanatsreferent Allgäu-Oberschwaben. Immer weniger Menschen hätten Kontakt zu ihrer Kirchengemeinde. Müller: „Da ist es wichtig, dass es die PFL-Anlaufstellen gibt.“ Die Kirche und ihre Caritas seien dort gefordert, wo Menschen in Not sind, betonte Prälat Tripp. „Vielleicht muss es immer wieder mal einen solchen Nachmittag wie diesen geben, damit einem das wieder bewusst wird.“

Versteht sich fast von selbst, dass neben der Information auch die Unterhaltung nicht zu kurz kam: Nach begeisternden Auftritten von Trommlergruppe und Chorklasse der Talschule Weingarten beendete Schauspieler und Kabarettist Uli Boettcher den Festakt mit einer Szene aus seinem Programm „Ü 40“. Für Belustigung sorgte sein Vorschlag, den hohen Scheidungsraten durch eine künftig auf 25 Jahre festgeschriebene Eheschließung  entgegenzuwirken. „Wer sich danach nicht trennen will, muss noch einmal heiraten.“

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Die Chorklasse der Talschule Weingarten begeisterte die Festgäste mit ihren spritzig-frechen Liedern. Bild: Caritas




Medieninformation Nr. 04/11 der Caritas Bodensee-Oberschwaben 21.02.2012

Kleine Künstler ganz groß


Im Treffpunktcafé CariSINA der Caritas Bodensee-Oberschwaben in Weingarten sind derzeit Bilder aus der Kindertagesstätte Mullewapp zu sehen


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Eine Ausstellung ganz junger Künstler: Rita Feyrer zeigt eines der Kunstwerke, die derzeit im CariSINA zu sehen sind. Bild: Caritas

Weingarten – Viele kleine Bilder, gemalt mit fröhlich leuchtenden Farben, verleihen seit kurzem dem Treffpunktcafé CariSINA der Caritas Bodensee-Oberschwaben in Weingarten buntes Leben. Sie zeigen einen farbigen Händeabdruck, ein Haus, eine Sonne und viele andere bunte Kreationen, sind verziert mit Federn, Papierschnipseln, Aufklebern oder auch Stoff- und Wollresten und wurden von ganz jungen Künstlern gestaltet. „Die Erzieherinnen der Kindertagesstätte Mullewapp an der Pädagogischen Hochschule Weingarten haben diese Bilder mit Kindern im Alter ab drei Jahren gestaltet“, berichtet CariSINA-Leiterin Rita Feyrer. Jeweils neun kleine Kunstwerke hat sie zu einem großen zusammengefügt. Die passenden Holzrahmen dafür fertigte der ehrenamtliche Helfer Hubert Gärtner aus Baindt. Entstanden sind so vier große ansprechende Bilder, die Lebendigkeit, Kreativität und Lebensfreude ausstrahlen. Wer möchte, kann die Werke der jungen Mullewapp-Künstler in den nächsten Wochen im CariSINA anschauen – zu den Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag, jeweils von 11.30 Uhr bis 13.30 Uhr.




Medieninformation Nr. 08/12 der Caritas Bodensee-Oberschwaben 24.04.2012

Spielerisch die Zweitsprache Deutsch lernen



Das Sprachförderprojekt „Griffbereit“ der Caritas Bodensee-Oberschwaben kommt bei Eltern und Kindern sehr gut an


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Lustige Fingerspiele auf Deutsch und Türkisch lernen die kleinen türkischen Mädchen und ihre Mütter mit Burcu Uslu in der türkisch-deutschen „Griffbereit“-Gruppe im Kindergarten Dreifaltigkeit. Bild: Caritas

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Russische Mütter und ihre Kinder nehmen jede Woche mit Beigeisterung an der deutsch-russischen „Griffbereit“-Gruppe in der Domäne Hochberg teil, die von Ekaterina Geiger (Dritte von links) geleitet wird. Bild: Caritas

Ravensburg – „Wir kommen gerne hierher. Hier gibt es immer etwas zu lachen und wir lernen viel“, sagt eine türkische Mutter und setzt sich mit ihrem zweijährigen Sohn auf den Teppichboden, um mit Bauklötzen einen Turm zu bauen. Zusammen mit anderen türkischen Frauen und deren Kindern im Alter von zehn Monaten bis drei Jahren kommt sie jede Woche in das Gemeindezentrum Dreifaltigkeit in die Ravensburger Weststadt. Dort wird  in der Gruppe „Griffbereit“ eineinhalb Stunden lang deutsch und türkisch gesprochen, gesungen, gespielt und miteinander gelacht. „Hallo, hallo, wie schön, dass du da bist, wir freuen uns ja so“, begrüßen sie sich mit einem deutschen Singspiel, dann folgt ein Lied in Türkisch – und wenig später ertönt im Chor: „Backe, backe, Kuchen“. Die Arbeit in der Gruppe finde immer zweisprachig statt, berichtet Burcu Uslu. Die 21-jährige Türkin ist pädagogische Fachkraft  und führt das Projekt „Griffbereit“ der Caritas Bodensee-Oberschwaben in Ravensburg durch. „Wir besprechen in der Gruppe auch pädagogische Themen und ich gebe Tipps und Anregungen für das erzieherische Miteinander in der Familie“, sagt Burcu Uslu. Zu Hause werden Aufgabenstellungen in türkischer Sprache durchgeführt. Die Spielblätter, die die Mütter dafür erhalten, sind auf Deutsch und auf Türkisch und ergeben nach einiger Zeit einen kompletten Ordner, der vielfältig genutzt werden kann. „Die ganze Familie macht bei uns mit. Wir profitieren in beiden Sprachen davon“, berichtet eine junge türkische Mutter. Auch neue Kontakte und Freundschaften sind unter den türkischen Familien entstanden. „Wir sind fast Nachbarinnen, haben uns aber erst hier kennengelernt“, berichtet eine lachend. „Jetzt unternehmen wir viel gemeinsam.“ 

Fast zur gleichen Zeit ist im Kindergarten St. Felicitas in der Domäne Hochberg das Lied „Bruder Jakob“ zu hören – allerdings mit russischem Text. Dort treffen sich jede Woche Frauen und Kinder der deutsch-russischen „Griffbereit“-Gruppe. „Die Fingerspiele gefallen mir und meiner Tochter am besten“, lacht eine junge Russin. „Meine Kleine hat sie hier auf Deutsch und auf Russisch gelernt, das ist einfach toll.“ Auch die Tipps und Anregungen, die  die Mütter von der pädagogischen Fachkraft Ekaterina Geiger erhalten, kommen gut an. „Wir sind wie eine große Familie“, sagen sie. Seit rund elf Monaten gibt es das  Sprachförderangebot in der Domäne Hochberg, die meisten in der Gruppe sind von Anfang an mit dabei. „Ich kenne die Arbeitsblätter fast auswendig, so oft haben wir sie schon zu Hause genutzt“, berichtet eine russische Mutter begeistert. Das „Griffbereit“-Angebot kommt bei allen sehr gut an. Oder gibt es auch Kritik? „Ja, die eineinhalb Stunden gehen immer viel zu schnell vorbei“, sind sich die russischen und türkischen Teilnehmerinnen einig. „Wir hätten gerne mehr Zeit zur Verfügung.“

Die beiden Eltern-Kind-Gruppen sind ein Sprachförderangebot der offenen Familienhilfe der Caritas Bodensee-Oberschwaben. „Wir möchten Eltern mit Migrationshintergrund frühzeitig erreichen und sie im Erziehungs- und Familienalltag stärken“, sagt Angelika Hipp-Streicher, Leiterin des Caritas-Fachdienstes. Sprachkompetenz sei eine wichtige Voraussetzung für den Bildungserfolg von Kindern. „Wir setzen deshalb mit diesem Präventionsangebot bereits im Kleinkindalter an und beteiligen die Eltern aktiv“, so Angelika Hipp-Streicher.

„Im Rahmen des Landesprogramms Stärke war es möglich, das Angebot für zwei Jahre zu finanzieren. Diese Förderung wird künftig nicht mehr in diesem Umfang zur Verfügung stehen da die Mittel von Seiten des Landes gekürzt wurden. „Wir benötigen für die Zukunft verlässliche Finanzierungsstrukturen, damit eine Chancengleichheit für Kinder und deren Familien tatsächlich nachhaltig gelingen kann, dies ist ein gesamtgesellschaftlicher Auftrag“, so Angelika Hipp-Streicher. Das Kursangebot ist lizenziert und wird derzeit von der Caritas in russisch-deutsch und türkisch-deutsch angeboten.




Medieninformation Nr.09/12 der Caritas Bodensee-Oberschwaben 30.05.2012

Tageseltern werden immer wichtiger



Die Tagesmüttervermittlungsstellen „Schussental“ und „Nord-West“ der Caritas Bodensee-Oberschwaben in Ravensburg und Bad Waldsee verzeichnen eine stetig steigende Nachfrage

TagesmütterMai2012

Die Diplom-Sozialpädagoginnen Andrea Siemens (rechts), Tagesmüttervermittlung „Schussental“, und Christine Leierseder, Tagesmüttervermittlung „Nord-West“, helfen Eltern bei der Suche und der Vermittlung einer geeigneten Tagesmutter. Bild: Caritas

Ravensburg/Bad Waldsee – Familie und Beruf – wie kann das für alle Beteiligten zufriedenstellend vereinbart und gemeistert werden? Für viele junge Familien steht die Frage einer vertrauenswürdigen und zuverlässigen Kinderbetreuung ganz oben auf der Wunschliste. „Die Nachfrage nach Tagesmüttern steigt stetig an“, berichtet Andrea Siemens von der Tagesmüttervermittlung „Schussental“ der Caritas Bodensee-Oberschwaben in Ravensburg. Angesichts immer flexibler werdender Arbeitszeiten bilde eine Tagesmutter eine wichtige Ergänzung der Betreuungsangebote in Kindergärten und Kindertagesstätten. Allein im Bereich Schussental, für den 99 Tagesmütter zur Verfügung stehen, sind aktuell 72 Kinder unter drei Jahren und 161 Kinder insgesamt in Tagespflege. Auch bei der  Tagesmüttervermittlung „Nord-West“ der Cartitas Bodensee-Oberschwaben in Bad Waldsee  ist die Nachfrage groß. Dort werden laut Christine Leierseder, Ansprechpartnerin der Bad Waldseer Tagesmüttervermittlung, derzeit 99 Kinder insgesamt und davon 36 Kinder unter drei Jahren von 63 Tageseltern betreut. Die Vermittlungsstellen haben derzeit einen Stellenumfang von 80 Prozent im Schussental und 50 Prozent im Gebit Nord-West. Im Landkreis Ravensburg betreut durchschnittlich eine Vollzeitstelle 168 Tagespflegeverhältnisse. Der Betreuungsschlüssel in Baden-Württemberg beträgt zum Vergleich 1:143. 

Der ab 2013 bestehende Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren stelle die Kommunen vor große Herausforderungen. Viele Gemeinden kooperieren daher gern in Sachen Tagespflege mit den Tagesmüttervermittlungsstellen. „Einige mieten Räume für Tagesmütter an oder stellen diese zur Verfügung, andere unterstützen die Eltern bei der Finanzierung ihrer Tagesmutter“, berichten die beiden Diplom-Sozialarbeiterinnen. Über das Kooperationsmodell des Jugendamts zur Kindertagespflege im Landkreis Ravensburg beteiligen sich einige Kommunen auch an den Kosten für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren in Tagespflegeverhältnissen in ihrer jeweiligen Gemeinde. Ziel sei es, die Kooperation mit Kommunen zu verstärken und individuelle Lösungen für Bedarfe zur entwickeln.

In Umsetzung einer Landesempfehlung hat der Landkreis Ravensburg jetzt zum 1. Mai das Betreuungsgeld für Tagesmütter angehoben: von 3,90 auf 4,50 Euro pro Stunde für Kinder über drei Jahren und auf 5,50 Euro pro Stunde für Kinder unter drei Jahren. „Das ist für uns ein wichtiges Signal, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, betont Andrea Siemens.

Je früher die Eltern ihren Tagespflegewunsch bei der Caritas melden, umso leichter könne die Zusammenführung zwischen wohnortnahen, passenden Tagesmüttern und Betreuung suchenden Familien erfolgen. Alle wesentlichen Punkte der Bezahlung, Betreuungszeiten oder Urlaubsregelung werden in einem bei der Caritas erhältlichen Betreuungsvertrag geregelt. „Wir bieten den Tagesmüttern fachliche Beratung, Begleitung und Unterstützung“, so Andrea Siemens. Die beiden Tagesmütterstellen vermitteln nur qualifizierte Tageseltern. Diese durchlaufen eine Qualifizierung von 160 Unterrichtseinheiten,  Fortbildungsmaßnahmen sowie regelmäßige Erfahrungs- und Informationsaustausche.

Im Rahmen der Betreuungsanfragen sei es für die Zukunft wichtig, vor allem auch in den Randzeiten ergänzende Angebote zu schaffen, die den Eltern eine verlässliche Betreuung gewährleisten, gibt Angelika Hipp-Streicher, Leitung Offene Familienhilfe der Caritas, zu bedenken: „Deshalb möchten wir im Rahmen der Weiterentwicklung des Tagespflegeangebots Kooperationsmodelle mit Kindertagesstätten entwickeln.“ Diese sehen vor, dass die Abdeckung der Randzeiten direkt am Standort Kindergarten durch Tageseltern ermöglicht wird. Das Modell sei vor allem an Standorten sinnvoll, an denen Randzeiten, beispielsweise in den frühen Morgen- und Abendstunden, nur für eine geringe Anzahl von Kindern nachgefragt werde. Ebenso bietet diese Betreuungsmöglichkeit eine Bedarfsdeckung im Bereich der schulischen Betreuung, wenn nur eine geringe Anzahl von Kindern eine Randzeitenbetreuung benötigt. Das Angebot der Kindertagespflege richte sich an Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahre, so Angelika Hipp-Streicher.

INFO: Wer eine Tagesmutter sucht oder selbst gerne Tagesmutter oder -vater werden möchte, sollte sich mit einer der beiden Caritas-Tagesmüttervermittlungen in Verbindung setzen.

Kontakt: Region „Schussental“, Andrea Siemens, Seestraße 44, 88212 Ravensburg, Telefon 0751/36256-18, tagesmuettervermittlung-rv@caritas-bodensee-oberschwaben.de<BR><BR>Region Landkreis „Nord-West“, Christine Leierseder, Robert- Koch- Straße 52, 88339 Bad Waldsee, Telefon 07524 /401168-12, leierseder@caritas-bodensee-oberschwaben.de

Internet: www.caritas-bodensee-oberschwaben.de




Medieninformation Nr. 12/12 der Caritas Bodensee-Oberschwaben 06.07.2012

Wenn die „große Wiese“ zu buntem Leben erwacht


Viele begeisterte Besucher beim Familien-Spielenachmittag in der Ravensburger Südstadt

Spielwiese Südstadt

Die Caritas-Mitarbeiterinnen Angelika Eisenbeiß (links hinten) und Susanne Spill (Zweite von rechts) freuen sich über das fröhliche Treiben auf der „großen Wiese“. Bild: Caritas

Ravensburg – Sonne, viel Platz zum Spielen und überall tolle Mitmachangebote – die „große Wiese“ in der Ravensburger Südstadt präsentierte sich als Spieleparadies für Groß und Klein. „Hier ist es einfach nur toll“, schwärmten zwei Jungs, die sich mit einem Federballspiel vergnügten, während gleich daneben heiße Wettkämpfe an einem Tischfußballspiel ausgetragen wurden. Eine Mädchengruppe spielte Frisbee und an den aufgestellten Tischen wurde gemalt, gebaut, gebastelt, gewerkelt und vor allem viel gelacht. „Schau mal, das haben wir alles schon gemalt“, sagte ein ganz junger Künstler und zeigte stolz auf eine Wäscheleine, an der verschiedene Bilder hingen. „Das ist gar nichts gegen das, was ich kann“, konterte ein anderer Junge, zog verknotete Seile durch einen Eimer mit Laugenwasser und formte schwungvoll riesige Seifenblasen, die im Sonnenlicht glänzten und davonflogen. „Dort hinten wird vorgelesen, da muss ich hin“, rief ein kleines Mädchen und zog seine Mutter energisch in Richtung Lesezelt. Besonderer Beliebtheit erfreuten sich auch die Stände, an denen es leckeren Kuchen und erfrischende Getränke gab. „Wie gut, dass die schönen alten Bäume hier wohltuenden Schatten spenden“, sagte eine Besucherin. 

„Wir haben Leben in die Südstadt gebracht“, freuten sich Susanne Spill und Angelika Eisenbeiß, Mitarbeiterinnen der Caritas Bodensee-Oberschwaben. Bereits zum zweiten Mal fungierte die „große Wiese“ in der Südstadt als Veranstaltungsort. Die Idee dazu sei im Rahmen des Südstadtforums entstanden, berichtete Susanne Spill. Die Caritas habe dieses vor drei Jahren initiiert, um die Vielzahl der unterschiedlichen Einrichtungen, Organisationen und Initiativen an einen Tisch zu bringen. Man habe beschlossen, eine gemeinsame Veranstaltung auf der „großen Wiese“ zu machen, unterstützt von vielen Partnern und ehrenamtlichen Helfern. Ein guter Entschluss, wie sich in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal zeigte. Die Spiel- und Mitmachangebote von Kindergärten, Ludothek, Lesewelt Ravensburg, Kreidekreis, Jugendtreff Südstadt, Neuwiesenschule, Kinderstiftung Ravensburg, Caritas-Familientreff und Agenda Südstadt erfreuten sich großer Beliebtheit. „Ich bin beim nächsten Mal wieder mit dabei“, sagte eine ältere Frau. Sie wohne gleich neben der „großen Wiese“, erzählte sie und lachte: „So ein fröhliches Treiben tut dieser Wiese einfach nur gut.“