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Interreg-Projekt Stromspar-Check Bodensee Energiesparen als Beitrag zur Armutsbekämpfung
Medieninformation Nr. 25/11 der Caritas Bodensee-Oberschwaben 22.08.2011 Stromsparen leicht gemacht
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Interreg-Projekt Stromspar-Check Bodensee
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Erstmals länderübergreifend wird von Caritas Bodensee-Oberschwaben, Caritas Vorarlberg, Caritas St. Gallen-Appenzell und Caritas
Konstanz für zunächst drei Jahre das Sozialprojekt Stromspar-Check Bodensee gemeinsam umgesetzt.
Ein bereits in Deutschland erfolgreiches Projekt wird ausgeweitet: Der Stromspar-Check, den die Caritasverbände auf der nördlichen Bodenseeseite bereits seit zwei Jahren etabliert haben, wird seit 1. April 2011 zunächst für drei Jahre als länderübergreifendes Interreg-Projekt mit der Caritas
Vorarlberg, der Caritas St. Gallen-Appenzell und der Caritas Konstanz fortgeführt und weiterentwickelt. Sechs bis acht neue
Standorte sollen im Projektgebiet eingerichtet werden.
Zum ersten Mal findet eine Zusammenarbeit der Caritas-Organisationen über den Bodensee hinweg statt, berichtet Bernd Bergemann,
Fachleiter Sucht und armutsbezogene Hilfen der Caritas Bodensee-Oberschwaben. Die Ziele des Stromsparcheck-Programms seien
dabei klar definiert: Strom und Wasser sollen nach dem nationalen Energieeffizienzplan beziehungsweise der sozialen Effizienzinitiative
eingespart werden, einkommensschwache Haushalte, etwa von Beziehern von Arbeitslosengeld oder Wohngeld, sollen Hilfestellung zur Energieeinsparung erhalten und darüber hinaus für das Thema Umweltschutz sensibilisiert
werden. Finanziert wird das Projekt aus nationalen Mitteln, Landesmitteln, durch Energieunternehmen, aus dem Regionalprogramm
der Europäischen Union Interreg sowie mit kirchlichen Geldern.
Durch die neuen Kooperationspartner der Caritas aus der Bodenseeregion kann bestehendes Know-how ausgetauscht werden, betont
Claudio Tedeschi, verantwortlicher Projektleiter der Caritas Vorarlberg. So arbeite zum Beispiel die Caritas Vorarlberg viel
mit ehrenamtlichen Sozialpaten, die besonders geschult werden, um Personen mit geringem Einkommen zu unterstützen und zu
begleiten. In der Schweiz sind professionelle Mitarbeiter der Caritas St. Gallen-Appenzell schon seit langem mit freiwilligen
Helfern in verschiedenen sozialen Arbeitsfeldern im Dienst für Benachteiligte und von Armut betroffene Bevölkerungsgruppen
tätig. In Deutschland wurden hingegen Arbeitslose in 60 Stunden Theorie und durch ein mehrstündiges Kommunikationstraining zu Stromsparhelfern geschult.
Über den gemeinsamen Stromsparcheck streben wir einen länderübergreifenden Austausch über die Systeme und Arbeitsweisen bei
der Unterstützung sozial- beziehungsweise einkommensschwacher Haushalte an, berichtet Walter Brunner, Projektverantwortlicher
der Caritas St. Gallen-Appenzell. Darüber hinaus soll das Programm gemeinsam weiterentwickelt und ein modifiziertes Konzept
für die Ausbildung und Organisation der Energiesparhelfer erstellt werden. Regelmäßige Austausch- und Reflexionstreffen der
Bodenseeregion-Stromsparhelfer verstehen sich von selbst.
Das Angebot des Stromspar-Checks ist für die betreffenden Haushalte freiwillig und kostenlos. Die Zweierteams der Stromsparhelfer
kommen nur nach Anmeldung und Terminabsprache in die Haushalte. Für den Check, die Bereitstellung der Leuchtmittel und Wassersparhilfen,
den Einbau der Soforthilfen und die Auswertung der Datenbank sowie für die Einspartipps muss nichts bezahlt werden, erläutert
Christoph Krüßmann, Verantwortlicher Teamleiter der Caritas Konstanz. Das bisherige Ergebnis der Stromspar-Checks auf deutscher
Seite kann sich sehen lassen: Seit Beginn wurden etwa an den beiden Standorten Ravensburg und Friedrichshafen 425 Haushalte
besucht. Das CO2-Einsparergebnis beträgt rund 92 Tonnen aufs Jahr gerechnet, so Bergemann. Pro Haushalt bedeute dies eine
jährliche Ersparnis von etwa 64 Euro für Strom und 26 Euro für Wasser. Auf ähnliche Wirkungen hoffen nun auch die neuen Projektpartner aus Vorarlberg und der Schweiz. Weiterhin ist man sich einig,
dass das Projekt Stromspar-Check einen deutlichen Beitrag zur Armutsbekämpfung und zur Bewahrung der Schöpfung leistet.
Am 15. November findet in Friedrichshafen, Haus der Kirchlichen Dienste, eine Fachtagung zum Thema Energiesparen ein Beitrag zur Armutsbekämpfung und Ökologie rund um den Bodensee statt.
Info/Kontakt: www.stromspar-check-bodensee.eu www.caritas-bodensee-oberschwaben.de www.caritas-stgallen.ch www.caritas-vorarlberg.at www.caritas-konstanz.de
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Medieninformation Nr. 25/11 der Caritas Bodensee-Oberschwaben 22.08.2011
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Das Projekt Stromsparcheck von Caritas Bodensee-Oberschwaben und Energieagentur Ravensburg für Hartz IV-Haushalte im Landkreis
Ravensburg ist nach Ravensburg umgezogen Neuer Standort des kostenlosen und freiwilligen Angebots ist in der Georgstraße
27.
Weingarten/Ravensburg Stromsparen heißt Geld sparen. Mit den Stromsparhelfern der Caritas Bodensee-Oberschwaben wird dieses
Ziel leicht erreicht. Das Projekt Stromsparcheck von Caritas und Energieagentur Ravensburg für Hartz IV-Haushalte im Landkreis
Ravensburg ist jetzt nach Ravensburg umgezogen. Neuer Standort des kostenlosen und freiwilligen Angebots ist in der Georgstraße
27. Der Stromsparcheck ist ein Erfolgsmodell, sagt Caritas-Mitarbeiterin und Projektleiterin Christine Wienand. Bereits
356 Haushalte im Landkreis Ravensburg, die ALG II-Leistungen empfangen, wurden bis Mitte August 2011 gecheckt und durch Soforthilfen
bei Strom und Wasser (beispielsweise Energiesparlampen, Zeitschaltuhren, TV-Abschalter, Wasser sparende Duschköpfe und andere)
beim Energiesparen unterstützt. Im Bodenseekreis, mit dem Standort in Friedrichshafen, sind es bisher 192 Haushalte. Die dadurch
erreichten gesamten Einsparungen bei Strom belaufen sich aufs ganze Jahr gerechnet bei allen Haushalten zusammen auf rund
117 Tonnen CO2. Das sind pro Haushalt im Schnitt etwa 60 Euro pro Jahr an Einsparungen bei den Stromkosten, so Christine
Wienand. Rechne man die Einsparungen, die im Bereich Wasser/Warmwasser möglich sind, dazu, so könnten weitere 40 Euro im Jahr
gespart werden. Wienand: Mitmachen lohnt sich also auf alle Fälle, zumal das Angebot kostenlos und freiwillig ist und die
Haushalte als Starthilfe die Energiesparlampen und die weiteren benötigten Soforthilfen geschenkt bekommen.
Die Stromsparhelfer werden von einem Energieberater vom Kooperationspartner Energieagentur Ravensburg in 60 Stunden zu den
Themen Strom und Wasser geschult und die Agentur für Arbeit sowie das Landratsamt und die Städte Ravensburg und Weingarten
unterstützen das Projekt.
Wir freuen uns über jeden, der mitmacht, betont Christine Wienand. Die Stromsparhelfer aus Ravensburg sind im ganzen Landkreis
Ravensburg unterwegs. Der Bodenseekreis wird vom Standort Friedrichshafen aus betreut. Sie kommen auf Anfrage zu einem ersten
Hausbesuch. Gemeinsam wird dabei ein standardisiertes Aufnahmeformular ausgefüllt und werden Gewohnheiten im Umgang mit Haushaltsgeräten
besprochen. Diese Ergebnisse werden in ein eigens dafür entwickeltes Softwareprogramm eingegeben, das Einsparmöglichkeiten
errechnet und aufzeigt. Bei einem zweiten Hausbesuch wird der Kunde dann über das Ergebnis informiert, berichtet Christine
Wienand. Darüber hinaus erhält er ein für ihn zugeschnittenes kostenloses Starterpaket mit entsprechenden Soforthilfen, wie
zum Beispiel Energiesparlampen, Steckerleisten mit Kippschalter, um die Stand by-Funktion auszuschalten, oder Perlatoren und
Duschsparköpfe für die Wasserhähne.
Bis Mitte Juli 2011 haben bundesweit in über 50.000 Hauhalten Hartz IV-Empfänger bereits 4 Millionen Euro Stromkosten und
damit 14.000 Tonnen CO2 eingespart.
Mitmachen können alle, die ALG II, Sozialhilfe beziehungsweise Grundsicherung oder Wohngeld beziehen. Auch Inhaber eines Tafelladenausweises
dürfen den kostenlosen Stromsparcheck in Anspruch nehmen.
INFO: Hartz IV-Haushalte, die am Stromsparcheck teilnehmen möchten, können sich telefonisch unter der neuen Telefonnummer 0751/35294-454
melden oder per E-mail: stromsparcheck@caritas-bodensee-oberschwaben.de
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