Caritas Bodensee-Oberschwaben - Erster Teil

www.cv-bodensee-oberschwaben.caritas.de
Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Erster Teil
Zweiter Teil

Caritas Bodensee-Oberschwaben

Pressemitteilungen 2009 - Kinder-, Jugend- und Familienhilfe


Medienhaus Südkurier 09.10.2009
Große Resonanz bei Fachtagung zum Thema Mediensucht

Medieninformation Nr. 24/09 der Caritas Bodensee-Oberschwaben vom 06.10.2009
Hilfe bei der Bewältigung des Erziehungsalltags

Medieninformation Nr. 17/09 der Caritas Bodensee-Oberschwaben, 18.09.2009
Komm, ich helf Dir zu verstehen

Medieninformation Nr. 16/09 der Caritas Bodensee-Oberschwaben, 31.07.2009
„Die große Flexibilität ist unsere Stärke“

Medieninformation  BMFSFJ Internetredaktion
Neues Internetangebot zum Jugendschutz online

Medieninformation Nr. 06/09 der Caritas Bodensee-Oberschwaben
Wir alle stehen in der Verantwortung - Fachtag Kinderrechte

Medieninformation Nr. 01/09 der Caritas Bodensee-Oberschwaben
Ein Brunnen für Moh Sera in Kamerun


CaritasLogo
Bodensee-Oberschwaben




Medieninformation Nr. 01/09 der Caritas Bodensee-Oberschwaben

Ein Brunnen für Moh Sera in Kamerun



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Das Geld aus dem Afrika-Ausstellungsprojekt in der Galerie der Caritas ist angekommen – Dankesbrief aus Kamerun.


Bild aus der Afrika-Ausstellung, von einem Schüler der Vogter Malschule Maria Fritzenschaft gemalt.
Bild: Caritas

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Ravensburg/Kamerun – „Wir freuen uns, dass das Geld gut angekommen ist und seinen Zweck erfüllt hat“, sagt Martin Belser, Fachleiter Soziale Hilfen der Caritas Bodensee-Oberschwaben. Im November 2007 wurde in der Galerie der Caritas (GIC) die Themenausstellung „Ein Brunnen für Moh Sera in Kamerun“ gezeigt. 35 Schüler der Zeichen- und Malschule Maria Fritzenschaft aus Vogt hatten sich mit „Afrika“ beschäftigt und in ihren Bildern Themen wie Landschaft, Menschen, Tiere und die Kultur Afrikas sowie ihre eigenen Vorstellungen zu dem fremden Kontinent zum Ausdruck gebracht. Inspiriert wurden die Malschüler von einem Patenkind aus Moh Sera in Kamerun, zu dem die Ravensburger Künstlerin Claudia Choleva-Gnann, zugleich Leiterin der Galerie in der Caritas, Kontakte unterhält.

Kamerun – dieses westafrikanische Land zwischen Meer und Sahelzone gelegen – ist kein typisches Touristenland. Wer es besucht, kann aber von Süden nach Norden die vielfältigsten Landschaften erkunden: Küsten mit Sandstränden, Savannenregionen, Bergland und trockene Ebenen. Das Land war bis zum ersten Weltkrieg deutsches Kolonialgebiet, dann erhielten England und Frankreich ein Verwaltungsmandat des Völkerbunds für Kamerun. Seit dessen Unabhängigkeit im Jahr 1960 herrschen in Kamerun gravierende soziale Unterschiede, Die Bevölkerung verteilt sich auf die beiden großen Städte Yaoundé und Douala, auf kleinere Regionalstädte und vor allem auf Dörfer. Die Landbevölkerung lebt vom Mais-, Bohnen- und Erdnussanbau und von den Exportgütern Kaffee und Kakao. Viele Dörfer haben keine eigene Wasserversorgung.

„So vielfältig wie Kamerun selbst ist, so unterschiedlich brachten die Schüler ihre Vorstellungen zu Papier“, berichtete Maria Fritzenschaft. Aus dem Verkauf dieser Bilder konnten 580 Euro für ein Brunnenprojekt nach Moh Sera in Kamerun geschickt werden. Das Geld hat seinen Zweck erreicht: „Unser Dorf bereitet jetzt ein großes Wasserprojekt vor“, schrieb das Patenkind aus Moh Sera über die Sponsored Child Communication in einem Brief begeistert und dankbar an Claudia Choleva-Gnann. „Es ermutigt, dass auch kleinere Projekte wie unsere Afrika-Ausstellung aktive Vor-Ort-Entwicklungshilfe leisten und den Menschen in Kamerun zu frischem Trinkwasser verhelfen können“, sagt Martin Belser. Der Brief des glücklichen Patenkinds aus Kamerun sei Bestätigung und Motivation zugleich.

INFO: Ausstellungen erstes Halbjahr 2009 in der Galerie der Caritas:

Noch bis 23. Januar:

„Kinder(t)räume“, Ausstellung der Kinderstiftung Ravensburg. Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren haben ausgehend von der Lebenssituation, der jeweils eigenen, persönlichen Lebensbefindlichkeiten, ihre Träume kreativ gestaltet.  

7. Februar bis 21. März:
Ladakh – ein buddhistisches Land im Himalaya. Fotos, Tankas, Statuen (Gemeinschaftsprojekt de Galerie mit Uli Dorsch, Rita Reck und Sybille Schweizer-Walter), Vernissage: 6. Februar, 19 Uhr.

4. April bis 27. Mai:
Landauf – landab. Landschaften in Acrylmalerei von Kordula Schillig. Vernissage: 3. April.

13. Juni bis 14. August:
Acrylbilder und Kinderfotos aus Asien, Afrika und anderen Ländern. Vernissage: 12. Juni, 19 Uhr.


Medieninformation Nr. 06/09 der Caritas Bodensee-Oberschwaben



„Wir alle stehen in der Verantwortung“



Fachtag „Kinderrechte“ des Jugendhilfe-Forums der Caritas Bodensee-Oberschwaben stieß auf großes Interesse



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Caritas-Regionalleiter Ewald Kohler und Angelika Vogler-Rieger, Schirmherrin des Fachtags „Kinderrechte“, engagieren sich für die Umsetzung der 1989 verabschiedeten UN-Kinderrechtskonvention. Bild: Caritas

 

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Zahlreiche haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter und Verantwortliche aus Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, aus Schulen, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden und Kirchengemeinden waren zu dem Fachtag „Kinderrechte“ nach Ravensburg gekommen. Bild: Caritas.

Ravensburg – Vor 20 Jahren, 1989, wurde die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet. 1992 hat Deutschland diese ratifiziert und im Jahr 2004 einen nationalen Aktionsplan beschlossen. „Es ist an der Zeit, die Kinderrechte endlich ins Deutsche Grundgesetz aufzunehmen“, mahnte Angelika Vogler-Rieger, Vorsitzende der Unicef-Arbeitsgruppe Ravensburg und Schirmherrin eines Fachtags „Kinderrechte“, zu dem das Jugendhilfe-Forum der Caritas Bodensee-Oberschwaben eingeladen hatte. „Wir wollen das Bewusstsein für das Thema Kinderrechte schärfen und dazu beitragen, dass sie in den Diensten und Einrichtungen der Caritas Beachtung finden“, meinte Ewald Kohler, Leiter der Caritas Bodensee-Oberschwaben, in seiner Begrüßung. Zahlreiche haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter und Verantwortliche aus Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, aus Schulen, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden und Kirchengemeinden waren in das Institut für Soziale Berufe gekommen, um über den Stand der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland zu sprechen und in sechs verschiedenen Workshops konkrete Perspektiven zur Umsetzung dieser Ziele in der Alltagspraxis zu erarbeiten.

Der Caritas-Verband selbst habe erst 2008 Leitlinien zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in seinen Diensten und Einrichtungen beschlossen, sagte Kohler. Die Caritas habe damit eine Vorreiterrolle übernommen, lobte Claudia Kittel, Kinderrechtsexpertin und Diplom-Pädagogin aus Berlin. „Das gibt es bislang noch nicht oft.“ Die Verabschiedung der Kinderrechtskonvention durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen im Jahr 1989 sei einstimmig erfolgt – bei 193 Teilnehmerstaaten eine einmalige Sache, berichtete Claudia Kittel. In den drei Teilen „Schutzrechte“, „Versorgungsrechte“ und „Beteiligungsrechte“ seien sehr klare Bestimmungen für alle Lebensbereiche von Kindern in der UN-Konvention festgeschrieben worden. „Wir alle stehen in der Verantwortung“, betonte Claudia Kittel. Eine zentrale Anlaufstelle für Beschwerden im Falle einer Kinderrechtsverletzung gebe es nicht. Individualbeschwerden seien bislang leider nicht möglich. Die Mitgliedstaaten seien lediglich zu Rechenschaftsberichten über das Voranschreiten der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in ihrem Land verpflichtet.

Ein wichtiger Schritt sei das Erstellen einer kindgerechten Ausgabe der durch die UN festgeschriebenen Kinderrechte gewesen, so Claudia Kittel weiter. Auch Kinderrechtswahlen seien abgehalten worden. Mittlerweile gebe es zahlreiche Broschüren und Unterrichtsmaterialien, beispielsweise für die Durchführung eines Projekttags oder einer Projektwoche zum Thema Kinderrechte (Infos unter: www.makista.de). „Wir alle müssen die Umsetzung der Kinderrechte noch ernster nehmen“, sagte die Kinderrechtsexpertin und berichtete, dass sich die Kinder mit ihren auf dem ersten Weltkindergipfel 2002 in New York erarbeiteten Vorschlägen von den Erwachsenen nicht ernst genommen fühlten. „Das muss sich dringend ändern“, appellierte Claudia Kittel an die Fachtag-Teilnehmer.




Medieninformation  BMFSFJ Internetredaktion

„Neues Internetangebot zum Jugenschutz online“



Das neue Internetportal "Jugendschutz aktiv" des Bundesfamilienministeriums informiert rund um das Thema Jugendschutz und geht damit auf die wichtigsten Fragen der Bürgerinnen und Bürger sowie der Angestellten im Handel ein.

Die Internetseite www.jugendschutzaktiv.de fasst Antworten auf zentrale jugendschutzrechtliche Fragen zusammen. Im Mittelpunkt steht dabei das Jugendschutzgesetz und seine Anwendung in alltäglichen Situationen von Kindern und Jugendlichen, um diese vor Gefahren zu schützen.

Die Informationen für Eltern und Erziehende hilft diesen dabei, sich mit ihren Kindern über die Gefahren von Medien, Alkohol und Zigaretten auseinanderzusetzen.

So zeigt der Jugendschutz-Rechner, was für Kinder und Jugendliche in welchem Alter erlaubt ist. Wer darf wie lange beispielsweise in der Diskothek bleiben?

Welche Verbote gibt es bei Tabakwaren und Alkohol? Oder wie verhält es sich mit Jugendgefährdungen bei Kinofilmen und Computerspielen?

Praxisnahe Handlungsanleitungen für Handel und Veranstalter bietet der Film "Die Wette". Außerdem werden alle Regelungen des Jugendschutzes erläutert, die für Beschäftigte in Einzelhandel, Gaststätten, Diskotheken, Tankstellen und anderen Einrichtungen relevant sind.

BMFSFJ Internetredaktion






Medieninformation Nr. 16/09 der Caritas Bodensee-Oberschwaben, 31.07.2009



„Die große Flexibilität ist unsere Stärke“



Die Caritas Bodensee-Oberschwaben unterhält im Landkreis Ravensburg mit Erfolg zwei Tagesmüttervermittlungsstellen – Kooperation mit dem Landkreis

Sind vom Konzept der Tagesmüttervermittlungen überzeugt (von links): Tagesmutter Christiane Lauer, Dagmar Soherr (Vermittlungsstelle Nord-West), Andrea Siemens (Vermittlungsstelle Schussental) und Caritas-Fachleiter Martin Belser. Bild: Caritas

Ravensburg/Bad Waldsee – Eine Familie zu haben und trotzdem berufstätig bleiben zu können, das wünschen sich viele junge Mütter und Väter. Damit dieser Wunsch realisiert werden kann, gibt es verschiedene Betreuungsmöglichkeiten. Auch die Caritas Bodensee-Oberschwaben engagiert sich in diesem Bereich. „Unsere Tagesmüttervermittlungen in Ravensburg und Bad-Waldsee werden gut angenommen“, berichtet Martin Belser, Caritas-Fachleiter für familienbezogene Hilfen. Das vom Bund im Jahr 2005 verabschiedete Tagesausbaugesetz betreffe auch den Ausbau in der Kindertagespflege. Damit verbunden, so Belser, sei eine entsprechende Anwerbung und Vermittlung geeigneter Tagespflegeeltern sowie deren Qualifizierung.

Die Tagesmüttervermittlungsstellen der Caritas (Ravensburg: Region Schussental und Bad Waldsee: Region Nord-West) sind Anlaufstellen in allen Fragen rund um die Kindertagespflege. „Wir vermitteln den Kontakt zwischen Familien und Tagesmüttern und beraten und begleiten Betreuungsverhältnisse“, berichtet Andrea Siemens, Leiterin der Vermittlungsstelle Schussental. Gerade im ländlichen Raum bewähre sich die Tagesmüttervermittlung als gleichrangiges Modell gegenüber Kindergärten und anderen Betreuungseinrichtungen und werde rege nachgefragt. „Die große Flexibilität ist unsere Stärke.“ Allein im ersten Halbjahr 2008 seien 232 Anfragen eingegangen, 71 Vermittlungen konnten realisiert werden. 135 Tagesmütter und -väter kooperieren derzeit mit der Tagesmüttervermittlung Region Schussental, 93 sind es in der Region Nord-West. Ziel ist es, etwaige Nachfragen möglichst schnell bedienen zu können. „Wir freuen uns, wenn noch mehr Tagesmütter und -väter bei uns mitmachen“, sagt Andrea Siemens.

Durch die Einführung der Pflegeerlaubnis im Jahr 2006 ergebe sich für die Vermittlungsstellen ein erhöhter Beratungs- und Arbeitsaufwand, weiß Dagmar Soherr, Leiterin der Vermittlungsstelle in Bad Waldsee. Die Pflegeerlaubnis werde für fünf Jahre erteilt und über das Jugendamt per Antrag gestellt. Geprüft werden die Anträge von den Vermittlungsstellen. Bis zu fünf Kinder pro Tagespflegeperson sind erlaubt. „Tagespflegepersonen müssen bestimmte Kriterien erfüllen, zu denen auch die verpflichtende Teilnahme an einer Qualifizierung mit 160 Stunden Dauer gehört“, berichtet Dagmar Soherr. Danach gebe es immer wieder Fortbildungen, für die die Tagespflegepersonen auch eigene Themenwünsche anmelden können.

„Ich bin gerne Tagesmutter“, sagt Christiane Lauer. Die gelernte Einzelhandelskauffrau betreut neben ihren drei eigenen Kindern derzeit fünf Pflegekinder im Alter von null bis vier Jahren zu ganz unterschiedlichen Zeiten. „Sie bereichern unser Familienleben. Ich nehme die Kinder einfach mit in unserem Alltagsablauf“, sagt sie und nennt Verlässlichkeit und Vertrauen als wichtige Grundvoraussetzungen für ein funktionierendes Pflegeverhältnis. Auch ein regelmäßiger Austausch mit den Eltern sei wichtig: „Die Chemie muss zu Kindern und Eltern stimmen. Ich bin manchmal halt einfach die zweite Mama.“ Gut aufgehoben fühlt sich Christiane Lauer bei der Caritas-Tagesmüttervermittlung. Bei Fragen oder Problemen seien immer Ansprechpartner vorhanden. Und auch von den Qualifizierungsmaßnahmen profitierten die Tagesmütter, betont sie. Reich werden kann man als Tagesmutter allerdings kaum. Die Stundensätze liegen durchschnittlich bei vier bis fünf Euro. Das Jugendamt bezahlt 3,40 Euro als Stundentarif. Bevor das Pflegeverhältnis inklusive Urlaubszeiten vertraglich fixiert wird – auch hierbei leistet die Caritas beratende Unterstützung – gibt es eine dreiwöchige Probezeit. „Bislang hatte ich keinerlei Probleme mit meinen Pflegekindern und deren Eltern“, sagt Christiane Lauer: „Es macht mir einfach Spaß.“ Mütter und Väter, die Tageseltern werden wollen, erhalten bei den Vermittlungsstellen weitere Informationen. Ebenso Eltern, die einen Platz für ihr Kind suchen.

Kontakt:
Tagesmüttervermittlung Schussental: Andrea Siemens, Telefon 0751/36256-18,
E-Mail: tagesmuettervermittlung-rv@caritas-bodensee-oberschwaben.de

Tagesmüttervermittlung Nord-West: Dagmar Soherr, Telefon 07524/401168-12,
E-Mail: tagesmuettervermittlung-bw@caritas-bodensee-oberschwaben.de

Koordination Tagespflege im Landkreis Ravensburg:
E-Mail: Anja.Zimmermann@landkreis-ravensburg.de






Medieninformation Nr. 17/09 der Caritas Bodensee-Oberschwaben

Komm, ich helf dir zu verstehen




121 Kinder nahmen an der gemeinsamen Ferienfreizeit von Caritas Bodensee-Oberschwaben, St. Gallus-Hilfe, Bund der Deutschen Katholischen Jugend und Bildungszentrum St. Konrad teil.



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„Laufen, reden, hören, seh’n – komm ich helf’ dir zu verstehen“ lautete das Motto der Ferienfreizeit in Hegenberg. 20 ehrenamtliche Betreuer sorgten für ein spannendes Programm für die 121 Kinder. Bild: Caritas.

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Ferienfreizeit in Hegenberg: Sarina Fritzenschaft (links) war als Praktikantin der Caritas Bodensee-Oberschwaben eine von 20 jugendlichen Betreuerinnen. Bild: Caritas.


Ravensburg/Meckenbeuren –  Die Beschäftigung mit den menschlichen Sinnen stand im Mittelpunkt der zweiwöchigen Ferienfreizeit mit dem Motto „Laufen, reden, hören, seh’n – komm ich helf’ dir zu verstehen“ rund um die Don Bosco Schule in Hegenberg. Organisiert wurde diese wie in den Vorjahren von der Caritas Bodensee-Oberschwaben, der St. Gallus-Hilfe, dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend und vom Bildungszentrum St. Konrad. 121 Kinder zwischen sechs und zehn Jahren, 15 davon mit einer Behinderung, gestalteten ihre ersten beiden Ferienwochen sinnvoll mit Gleichaltrigen, machten Ausflüge, bastelten und hatten dabei viel Spaß. In zehn Gruppen wurden die Kinder von je zwei ehrenamtlich tätigen Jugendlichen betreut.

Für 50 Ravensburger Kinder begann das Ferienprogramm morgens bereits eine halbe Stunde früher, um 7.30 Uhr, beim Familientreff der Caritas Bodensee-Oberschwaben. Von dort ging es mit Praktikantin Sarina Fritzenschaft zum Bus, der am Goetheplatz auf die Kinder wartete, um sie nach Hegenberg zu bringen. Am späten Nachmittag – nach dem Tagesferienprogramm – fuhr die Praktikantin dann mit den Kindern auch wieder zurück. „Abends war ich zwar müde, aber es gab sehr viele positive Erlebnisse mit den Kindern“, erzählte Sarina Fritzenschaft, die nach den Ferien in die 13. Klasse kommt. In ihrer Gruppe bemalten die Kinder zum Beispiel T-Shirts und bastelten Häuschen aus Butterkeksen.

Den Vormittag verbrachten die Kinder in altersspezifischen Gruppen. Am Nachmittag hatten sie die Wahl unter verschiedenen offenen und integrativen Angeboten. „An den Sinnesangeboten konnten auch die Kinder mit Behinderung gut teilhaben“, berichtete Annette Hermann. Zusammen mit Monika Rädler, Susanne Gräf und Christine Bruck war sie für die Planung der Ferienfreizeit und die Schulung der jungen Ehrenamtlichen verantwortlich. Anspruch der Hegenberger Ferienfreizeit sei es, jedes einzelne Kind nach seinen Fähigkeiten mit in das Programm einzubinden.

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Zum Abschluss der Ferienfreizeit in Hegenberg haben sich die Kinder spannende Experimente für ihre Eltern ausgedacht. Zwei Wochen lang beschäftigten sie sich mit den menschlichen Sinnen. Bild: Caritas.

Zum Abschluss der beiden Ferienwochen hatten die Kinder in den Klassenzimmern kleine Sinnesexperimente für ihre Eltern und Großeltern vorbereitet. Sie betasteten Fühlbilder aus weichem Moos mit Kieselsteinen, Hölzern und Federchen. Es erwies sich als gar nicht so einfach, mit geschlossenen Augen das Material zu erraten. Auch vom Geschmack eines Gummibärchens auf seine Farbe zu schließen gelang nicht allen Eltern. Sehtests, ein Geräusche Memory und Duftsäckchen sorgten ebenfalls für so manches Aha-Erlebnis.

„Sie haben tolle Kinder und Sie können stolz auf sie sein“, lobte Christoph Gräf, Leiter des Bereichs Kinder, Jugend und Familie der St. Gallus-Hilfe beim Abschlussfest. Durch die Beschäftigung mit den menschlichen Sinnen hätten die Kinder erfahren, dass es nicht selbstverständlich sei, dass alles problemlos funktioniere. „Was es bedeutet, auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein, konnte so spielerisch erlebt werden“, erklärte Gräf. Sein besonderer Dank und schön Sonnenblumen als kleine Anerkennung gingen an die jungen ehrenamtlichen Betreuerinnen. „Ihr habt Tolles geleistet und auch eure Eltern können stolz sein.“ Finanziell unterstützt wurde die Ferienfreizeit durch den Verein Schweizer Kinder und die Stiftung Kinderland.

Weitere Information zum Projekt
Hipp-Streicher@caritas-bodensee-oberschwaben.de
oder Telefon 07 51 / 3 62 56-0.


Medieninformation Nr. 24/09 der Caritas Bodensee-Oberschwaben vom 06.10.2009

Hilfe bei der Bewältigung des Erziehungsalltags



Caritas Bodensee-Oberschwaben kooperiert im Rahmen des Elternstärkeprogramms jetzt mit der Volkshochschule Ravenburg

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Kooperieren im Rahmen des Elternstärkeprogramms (von links): Angelika Hipp-Streicher (Caritas Bodensee-Oberschwaben), Dr. Alfred Sattig (Geschäftsführer der VHS Ravensburg) und Heike Geertz (VHS). Bild: Caritas

Ravensburg – „Wir möchten Eltern, Kinder und Familien frühzeitig unterstützen“, sagt Angelika Hipp-Streicher, Leiterin der Offenen Familienhilfe der Caritas Bodensee-Oberschwaben. Dazu gehört auch das Elternstärkeprogramm, das die Caritas jetzt erstmals in Kooperation mit der Volkshochschule Ravensburg (VHS) anbietet.

Die Stärke-Kurse seien ein wichtiges Angebot für Eltern, so Dr. Alfred Sattig, Pädagogischer Leiter und Geschäftsführer der VHS. Über die Programmhefte der Volkshochschule würden allein schon rund 12.000 Adressaten erreicht. Das Stärkeprogramm erfahre dadurch eine breite Streuung. Die Fachkompetenz der Kurse liege weiterhin bei der Caritas, betonte Sattig. „Die Angebote bestehen bereits und haben sich bewährt, wir erfinden nichts Neues.“

Eltern mit einem neugeborenen Kind erhalten im Rahmen des Landesstärkeprogramms seit September vergangenen Jahres einen Bildungsgutschein im Wert von 40 Euro, der über das Einwohnermeldeamt zugeschickt wird. „Mit diesem Gutschein können Eltern nach Wunsch ein Bildungsangebot auswählen“, berichtete Angelika Hipp-Streicher. Das Angebot stehe allen Eltern offen und habe zum Ziel, frühzeitig mit der Unterstützung zur Bewältigung des Erziehungsalltags anzusetzen – beispielsweise mit dem Kursangebot „Eltern Stärke(n) – das erste Jahr mit dem Baby“, das im Rahmen von fünf Themenabenden Informationen zu den Bereichen Ernährung, Entwicklungsfragen, Spielend fördern, Eltern sein – Paar bleiben sowie Netzwerke für Familien bietet. In den PEkiP-Kursen werden Spiel- und Bewegungsanregungen nach den Standards des Prager-Eltern-Kind-Programms vermittelt. Aber auch Eltern mit älteren Kindern erfahren Unterstützung: Das Elternforum „Leben mit Kindern“ beispielsweise beinhaltet unterschiedliche Themenabende.

Das Stärke-Angebot von Caritas und VHS richte sich aber auch an Familien in besonderen Lebenslagen, so Angelika Hipp-Streicher. „Wir wollen Väter, Mütter und Paare in Krisensituationen unterstützen und ihnen neue Perspektiven aufzeigen.“ Diese Kurse würden auch gezielt über Multiplikatoren und Fachdienste gestreut und sehr gut angenommen. Für die Gutscheinkurse stelle die VHS dabei einen wichtigen Multiplikator dar. Die gemeinsamen Kursangebote von VHS und Caritas sind im neuen VHS-Semesterplan unter der Rubrik „Pädagogik“ zu finden, so Heike Geertz, die unter anderem für die Stundenplanung bei der VHS verantwortlich ist. Ziel der neuen Kooperation sei es, flächendeckende Angebote in diesem Bereich zu schaffen, Eltern frühzeitig zu informieren und motivieren, Möglichkeiten von Unterstützung und Know-how anzubieten.

INFO: Der Kurs „Eltern Stärke(n)“ startet am 15. Oktober. Eine Übersicht der Kurse gibt es im VHS-Kursprogramm und im Familientreff der Caritas. Alle Kurse finden im Haus der Caritas Bodensee-Oberschwaben in Ravensburg, Seestraße 44, statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter Telefon 0751/36256-0 oder 0751/36256-26.


 

Große Resonanz bei Fachtagung zum Thema Mediensucht



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Paul Geiger, Isabel Böge, Jürgen Schuler, Bernadette Lembke und Wolfgang Bergmann (von l.n.r.) haben nach dem Fachtag "Leben online", zwischen Medienkompetenz und Mediensucht" im Haus der Kirchlichen Dienste in Friedrichshafen eine positive Bilanz gezogen. Foto Fritz

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Friedrichshafen. -  Ritzen nd Schulschwänzen sind Symptome, die verstärkt bei Kindern und Jugendlichen auftreten, die durch ständigen Fernsehkonsum und excessive Computerspiele den Bezug zur Realität verlieren. Paul Geiger, Diplompsychologe und Leiter beim Caritasdienst Erziehung und Familie in der Region Bodensee-Oberschwaben hat täglich mit diesem Problem zu tun. Deshalb hat er in Kooperation mit der Suchtberatung der Diakonie und der Psychologischen Beratungsstellen der Caritas in Friedrichshafen und Überlingen eine Fachtagung für alle organisiert, die mit Erziehung zu tun haben.

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Was wir in der Beratungsstelle oft erleben ist, dass es nicht nur um Jugendprobleme geht, hier kristallisieren sich die gesellschaftlichen Probleme insgesamt heraus", sagte Psychologe Paul Geiger. "Anfragen und Extremfälle haben in den vergangenen Jahren enorm zugenommen", bestätigt auch Bernadette Lembke, die Leiterin der psychologischen Beratungsstelle der Caritas in Überlingen. Jugendliche haben die Erwachsenen im Umgang mit dem Computer längst überflügelt und lassen sich nichts mehr verbieten. "Spätestens mit 15 kommt man an die Grenzen elterlichen Handelns. Es gibt inzwischen zwei Kliniken, die sich der Computersucht stellen, aber wir wissen nicht wirklich, was wir mit den Kindern machen, die in die Sucht geraten sind. Eine schnelle Antwort gibt es nicht. Nur im Falle von Bindungsstörungen kann man die Kinder über Bindung in die Realität zurückholen", erklärte Wolfgang Bergmann, Erziehungswissenschaftler aus Hannover und Fachreferent bei der Tagung.

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Man ist also auf Suchtprävention angewiesen. "Die Eltern müssen sich mit den Medien auseinandersetzen und auch gemeinsam mit den Kindern schauen, welche Plattformen sich im Netz entwickelt haben. Sie dürfen nicht in Angst stillhalten, das ist eine wichtige Botschaft", meint Jürgen Schuler, Leiter der Diakonie-Suchtberatung in Friedrichshafen. Er stellt fest, dass immer mehr Eltern direkt in die Suchtberatung kommen, weil sie denken, weil sie denken, dass der Fokus dann nur auf dem Kind liegt.

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"Was ist normal?", lautet die meistgestellte Frage, die Paul Geiger zu hören bekommt. "Es geht nicht darum, wie viele Stunden gespielt wird, sondern darum, ob der Bezug zum Alltag verloren geht", lautet seine Antwort. Er rät dringend, möglichst viel Zeit mit den Kindern zu verbringen. "Kinder, die Spielkameraden haben, hocken nicht vor dem Fernseher", weiß Geiger. "Ein Fernseher im Zimmer eines Kindes unter 14 Jahren ist Kindesvernachlässigung, dasselbe gilt für Computer", ergänzt Wolfgang Bergmann. --- Andrea Fritz