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| Sind überzeugt von Fair-Job-Pool (von links): Sigrid Maier, Leitung Wirtschaft und Finanzen, Kerstin Meier, Alexandra Kallenberg
und Christine Wienand, Ansprechpartnerin für das Projekt Fair-Job-Pool. Bild Caritas
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Ravensburg Für mich brachte Fair-Job-Pool den Einstieg in ein geregeltes Berufsleben, sagt Kerstin Meier. Sie ist allein erziehende
Mutter und hat im Sommer die Erziehungszeitvertretung im Verwaltungssekretariat der Caritas Bodensee-Oberschwaben angetreten.
Zuvor, berichtet sie, sei sie nach vielen erfolglosen Bewerbungen für neun Monate in eine Arbeitsgelegenheit nach SGB II,
einen so genannten Ein-Euro-Job, vermittelt worden. Rund 80 Stunden monatlich arbeitete Kerstin Meier im Caritas-Zentrum
in der Ravensburger Seestraße in den Bereichen Familientreff, Empfang, Konferenzraum und Verwaltung für zusätzlich anfallende
Arbeiten, danach wurde sie in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen.
Seit 2005 gebe es das Projekt Fair-Job-Pool bei der Caritas Bodensee-Oberschwaben, so Sigrid Maier, Leitung Wirtschaft und
Finanzen. Fair-Job-Pool ist ein Kooperationsverbund von Trägern der freien Wohlfahrtspflege im Schussental, vertreten durch
die Caritas Bodensee-Oberschwaben. Wir halten 40 Stellen bei zwölf verschiedenen Trägern in 15 unterschiedlichen Einrichtungen
im sozialen Bereich vor, berichtet sie alles Arbeitsgelegenheiten nach SGB II, also Ein-Euro-Jobs. Einsatzstellen sind
Alten- und Pflegeheime, Grundschulen, das katholische Bildungswerk, Rettungsdienst, Essen auf Rädern, Tafelladen, Bilindenschule,
katholische Kirchengemeinde, Kinderheime oder auch das Fairkauf-Center in Weingarten. Bei uns erhalten die Menschen eine
individuelle Beratung und Begleitung, berichtet Christine Wienand, Ansprechpartnerin bei der Caritas für das Fair-Job-Pool-Projekt.
Sie vermittelt die Arbeitsuchenden, die von der Agentur für Arbeit geschickt werden, in freie Arbeitsgelegenheiten nach SGB
II. Annähernd 150 seien in den vergangenen zwei Jahren so schon in Arbeitsgelegenheiten gebracht worden, sagt sie. In Einzelgesprächen
versuchen wir herauszufinden, wo die Probleme liegen, und überlegen dann gemeinsam, welche Unterstützung sinnvoll ist. Alle
drei Monate werden Entwicklungsgespräche geführt. Wer länger als zwei, drei Monate in einer Arbeitsgelegenheit tätig ist,
erhält eine Beurteilung, die aktuell in eine Bewerbung eingelegt werden kann.
Durch Schulungen und individuelle Kurse im Rahmen von Fair-Job-Pool werden die Ein-Euro-Jobber darüber hinaus für das Arbeitsleben
fit gemacht. Die Qualifizierungsmaßnahmen reichen von Bewerbungs- oder Sprachtraining über Fahrtraining bis hin zum Umgang
mit dem PC. Ohne die finanzielle Unterstützung durch die Aktion Martinusmantel der Diözese Rottenburg-Stuttgart wären diese
Schulungen für uns nicht machbar, betont Sigrid Maier. Die Aktion Martinusmantel fördere kirchliche Projekte für erwerbslose
Menschen und unterstütze damit Menschen in Notlagen, wie dies auch der Heilige Martin mit seiner Mantelteilung getan habe.
Ihrer Auszeichnung als familienfreundliches Unternehmen werde die Caritas Bodensee-Oberschwaben in jeder Hinsicht gerecht,
lobt Kerstin Meier. Auch in ihrer Festanstellung erfahre sie als allein erziehende Mutter Verständnis und Unterstützung. Ihre
Nachfolge im Ein-Euro-Job-Bereich bei der Caritas hat im August Alexandra Kallenberg angetreten. Auch sie ist Alleinerziehende
und überaus froh, nach vielen erfolglosen Bewerbungen eine sinnvolle und mit rund 80 Monatsstunden für sie auch leistbare
Arbeit gefunden zu haben. Immer wieder versucht Christine Wienand darüber hinaus, Arbeit suchende Ein-Euro-Jobber über Praktika
in feste Firmenarbeitsverträge zu bringen. Für die Unternehmen ist dabei von Vorteil, dass sie auf unseren Erfahrungen und
auf unserer Beurteilung der Betreffenden aufbauen können, sagt sie, und: Wir freuen uns über jedes Unternehmen, das an einer
solchen Vermittlung Interesse hat. Kontakt: Christine Wienand, Telefon 07 51 / 3 62 56-0 oder E-Mail: wienand@caritas-bodensee-oberschwaben.de
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