Caritas Bodensee-Oberschwaben - Suchtberatung

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Caritas Bodensee-Oberschwaben

Suchtberatung - Pressemitteilung 2009



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Bodensee-Oberschwaben

Arbeiten, wenn andere ins Wochenende starten
Medieninformation Nr. 18/09 der Caritas Bodensee-Oberschwaben

Kampf gegen's Kampftrinken
13.06.2009, Schwäbische Zeitung Ravensburg

Caritas-Team läuft!
Medienveröffentlichung Juli 2009

Spieler
13.06.2009, Schwäbische Zeitung Ravensburg

Alkohol: Wie sich Sucht besiegen lässt
11.05.2009, Schwäbische Zeitung Ravensburg



Promillefahrt mit Folgen - Was dann?


Der Weg zurück zum Führerschein kann schwer werden


Der Verlust des Führerscheins wird oftmals als Katastrophe empfunden, da sich die Betroffenen komplett umstellen müssen, was mit erheblichen Einschränkungen und Nachteilen verbunden ist.

Die Teilnahme am Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss kann ernste Folgen haben. Wer mehr als 1,6 Promille hatte oder wiederholt mit Alkohol im Blut aufgefallen ist, muss den Führerschein abgeben und kommt um eine MPU (medizinisch-psychologische Untersuchung), den „Idiotentest“ nicht herum. Auch im günstigsten Fall relativer Erleichterung darüber, dass es zu keinem Unfall mit Personen- oder Sachschaden kam, ist der Führerscheinentzug für die meisten Betroffenen eine Katastrophe.

„Für mich brach eine Welt zusammen“, erzählt Joachim, ein 40 jähriger Berufskraftfahrer, nachdem er in einer Kontrolle mit 1,88 Promille aufgefallen war. Job weg, längere Arbeitslosigkeit und finanzielle Sorgen, das waren die Folgen eines nicht geplanten Trinkgelages mit Kollegen.

„Meine Frau hat sich intensiv darum gekümmert und hat mir Hilfsangebote ausfindig gemacht, sonst hätte sich das wahrscheinlich noch sehr lange hingezogen, da ich sehr deprimiert war. Wir haben schnell einen Termin bei der Caritas bekommen, wo man uns weitergeholfen hat“, sagt Joachim.

„Der Weg zurück zum Führerschein ist aber nicht ganz einfach“, bestätigt Barbara Wizgall die zuständige Mitarbeiterin bei der Caritas, „wenn die Geldstrafe bezahlt und die Sperrfrist abgelaufen ist, kommt es nicht automatisch zur Wiedererteilung der Fahrerlaubnis. Erst nach Vorlage eines positiven MPU-Gutachtens und entsprechender Antragsstellung bei der Führerscheinstelle bekommt man die Fahrerlaubnis zurück. Wer es klug anstellt und sich möglichst frühzeitig umfassend informiert, schafft diesen Weg im ersten Anlauf.“

Wichtige Informationen und intensive Unterstützung auf diesem Weg bieten die Suchtberatungsstellen der Caritas in Ravensburg und in Wangen in enger Zusammenarbeit mit der Selbsthilfegruppe für alkoholauffällige Kraftfahrer. Im persönlichen Einzelgespräch und bei der Teilnahme am Seminar für alkoholauffällige Kraftfahrer werden alle wichtigen Themen behandelt.

Ein Gespräch, in dem die gewonnenen Erkenntnisse rückblickend bewertet und Empfehlungen für das weitere Vorgehen gegeben werden, bildet den Abschluss des Seminarangebots. Wer an allen Seminartagen und am Abschlussgespräch vollständig teilgenommen hat, erhält darüber eine Bescheinigung zur Vorlage bei der MPU.

Ebenfalls bescheinigt werden regelmäßige Besuche bei einer Selbsthilfegruppe. Die Gruppe für alkoholauffällige Kraftfahrer, die von zwei ehemals Betroffenen ehrenamtlich mit sehr viel Engagement in Ravensburg geleitet wird, ist speziell auf diese Zielgruppe zugeschnitten und leistet einen wichtigen Beitrag, wie „Promillefahrer“ ihr Problem bewältigen.

Hans Berthold, Leiter der Selbsthilfegruppe: „Leider geht oft wertvolle Zeit verloren, da diese Informationen erst spät eingeholt werden. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema missbräuchlicher Alkoholkonsum ist ein langwieriger Prozess, der aber in den wöchentlichen Treffen der Selbsthilfegruppe, in der alle vom gleichen Problem betroffen sind, ideal vorangetrieben werden kann.“

Frau Wizgall und Herr Bertold haben sich ganz besonders über die Aussage von Joachim gefreut als er nach monatelangem Besuch der Gruppe und einer erfolgreichen Begutachtung die anderen in der Gruppe motivieren konnte: „Im Grunde bin ich froh, dass mir das passiert ist, vieles hat sich in meinem Leben positiv verändert. Der Führerscheinverlust war für mich eine Chance rechtzeitig „die Kurve“ zu kriegen. Heute geht es mir viel besser. Ich bin froh , dass ich das Problem frühzeitig und unter fachkundiger Hilfe angegangen bin. Meine Frau ist inzwischen wieder stolz auf mich.“

 

Weitere Informationen über Hilfen im Internet:

www.caritas-bodensee-oberschwaben.de
Caritas Beratungsstelle, Seestrasse 44, Ravensburg
email: psb-rv@caritas-bodensee-oberschwaben.de
Telefon:  07 51 / 3 62 56 80

Selbsthilfegruppe alkoholauffällige Kraftfahrer:
jeden Donnerstag von 18-19.00 Uhr, Seestrasse 44, Ravensburg
Leitung H. Berthold
Telefon:  0 75 41 / 3 38 42

 








Alkohol: Wie sich Sucht besiegen lässt

Presse2009_Sucht_Alkoholtrinker

Außer Kontrolle: Der Alkoholmissbrauch in unserem Land nimmt zu. Nun bietet die Caritas eine ambulante Suchttherapie an.

Der Schritt zu einer Therapie fällt Alkoholkranken meist schwer, müssen sie doch ihr Lebensumfeld verlassen. Nun bietet die Caritas-Suchtberatungsstelle (PSB) in Ravensburg eine ambulante Therapie an, die ermöglicht, im Alltag und in der gewohnten Umgebung die Sucht zu besiegen.


RAVENSBURG (sz) "Ein Gläschen in Ehren..." Was so harmlos klingt, kann zu schwerwiegenden Folgen führen, für den Betroffenen wie für sein Umfeld, wenn der Alkohol zur Abhängigkeit führt. "Sich selbst einzugestehen, dass man alkoholkrank ist, ist häufig ein langer Prozess", erläutert die Suchttherapeutin, Cornelia Reischmann-Walter Die erste Kontaktaufnahme mit der Suchtberatungsstelle ist ein wichtiger Schritt, erfolgt aber meist unter dem Druck von Angehörigen, Arbeitgebern und manchmal über den Hausarzt.

So auch beim 45-jährigen Alfred U., der von seinem Arbeitgeber aufgefordert worden war, Kontakt mit der Suchtberatungsstelle aufzunehmen, nachdem er zweifach mit einer deutlichen Alkoholfahne am Arbeitsplatz aufgefallen war. Während der Beratung zeigte sich, dass sich die Alkoholproblematik von Alfred U. über viele Jahre entwickelt hatte. Früher trank er ausschließlich bei geselligen Anlässen. Vor drei Jahren begann er mit täglichem Trinken, die übliche Dosis waren drei Bier. In den letzten Jahren stieg er schließlich auf Wein um und erhöhte stetig die Menge. Vor der Kontaktaufnahme trank er nahezu täglich bis zu zwei Flaschen Rotwein.

Ehepartner begleitet Süchtigen

Nach einer mehrwöchigen Beratungs- und Vorbereitungsphase trat Alfred U. seine ambulante Suchtbehandlung in der PSB in Ravensburg an. Im Rahmen der Behandlung setzte er sich mit den Hintergründen seiner Alkoholproblematik auseinander. Durch die Einbeziehung der Ehefrau in die Behandlung konnten Spannungen in der Partnerschaft abgebaut werden.

Die Ambulante Behandlung wird von der Suchtberatung als eine Alternative zur stationären Therapie angeboten. Die betroffenen Personen bleiben zu Hause in ihrem Umgebung. "Das Familienleben, den Freundeskreis, den Arbeitsplatz, die vertraute Wohnung - all das können alkoholkranke Menschen beibehalten, wenn sie sich für eine ambulante Behandlung entschließen", sagt Cornelia Reischmann-Walter. "Diese Form der Therapie ist ideal für Menschen, die in ihrem Umfeld abstinent leben können und sozial eingebunden sind", bestätigt die Diplom-Psychologin Monika Becker von der Beratungs- und Behandlungsstelle für Suchtkranke und ihre Angehörigen in Ravensburg.

Im Alltag auftretende Probleme, etwa Konflikte oder Stress, werden direkt in die Therapie eingebracht, und das dort Erarbeitete kann gleich wieder auf seine Tauglichkeit und Wirksamkeit hin überprüft werden. Reischmann-Walter betont: "Es geht darum, Einsicht und Verständnis für die eigene Suchtentwicklung zu bekommen. Das Suchtmittel (Alkohol, Medikamente, Drogen, Spielen) steht ja für irgendetwas und deckt eine Sehnsucht, ein Gefühl ab. Die Therapie ermöglicht, einen Zugang zu sich selbst zu finden, seine wirklichen Bedürfnisse wahrzunehmen und eine Identität ohne Suchtmittel aufzubauen. Es sollen neue Wege gefunden und Alternativen eingeübt werden."

Alfred U. hat es geschafft

Heute ist Alfred U., ein Jahr nach Abschluss der ambulanten Behandlung, wieder ein geschätzter Mitarbeiter, der keine Angst um seinen Arbeitplatz haben muss. Auch in der Familie hat sich die Beziehung zu Frau und Kindern verbessert. Inzwischen engagiert er in einer Selbsthilfegruppe und kann seine Errfahrung weitergeben. "Der Weg war nicht leicht, das Vertrauen der Familie wiederzugewinnen, sich selbst zu hinterfragen, aber es hat sich gelohnt", sagt er. "Jetzt bin ich froh, dass ich diesen Schritt gewagt habe, die Hilfen auch anzunehmen."

(Erschienen: 11.05.2009, Schwäbische Zeitung Ravensburg) http://www.szon.de/lokales/ravensburg/region/200905110172.html











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Artikel der Schwäbischen Zeitung Ravensburg vom 13.06.2009

 




Caritas-Team läuft!

 

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Das Team der Caritas-Suchtberatung in der Georgstraße startete geschlossen beim Ravensburger Stadtlauf.

v.l.n.r.:Elke Mayer, Klaus Martin, Marcus Walz, Christian Mayer, Andreas Kuhnhäuser, Rainer Willibald.
Bild: Caritas Bodensee-Oberschwaben


Getreu nach dem Motto „Ravensburg läuft - komm lauf mit“ startete in diesem Jahr eine Läuferin und 5 Läufer beim 20. Ravensburger Stadtlauf am 27. Juni 2009.

Den Lauf auf der offiziell vermessenen Wettkampfstrecke über 10 Kilometer stellte das Suchtberatungsteam in diesem Jahr in den Dienst der Caritas-Kampage 2009 „Soziale Manieren für eine bessere Gesellschaft“.

Die Mitarbeiter der Caritas Bodensee-Oberschwaben erreichten folgende Zeiten:

Kuhnhäuser, Andreas (1000)                     00:48:34
Walz, Marcus (1223)                                00:49:23
Willibald, Rainer (1240)                             00:51:24
Martin, Klaus (1030)                                 00:59:20
Mayer, Christian (1032)                             01:06:28
Mayer, Elke (1034)                                   01:15:56






Kampf gegen's Kampftrinken

 
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Artikel in der Schwäbischen Zeitung Ravensburg vom 13. Juni 2009




Medieninformation Nr. 18/09 der Caritas Bodensee-Oberschwaben


Arbeiten, wenn andere ins Wochenende starten


Barbara Wizgall ist Mitarbeiterin der Caritas Bodensee-Oberschwaben und bietet Seminare für alkoholauffällige Kraftfahrer an. 

Presse2009_Sucht_Wizgall

Sozialarbeiterin Barbara Wizgall, Mitarbeiterin der Caritas Bodensee-Oberschwaben, arbeitet dann, wenn andere ins Wochenende starten. Bild: Caritas

Ravensburg – Viele Menschen arbeiten zu Zeiten, wenn andere ihren Feierabend oder ihre Freizeit genießen. Auch bei der Caritas Bodensee-Oberschwaben gibt es Mitarbeiter, die eher unübliche Arbeitszeiten kennen. Zu ihnen gehört Barbara Wizgall. Ihre Arbeit beginnt dann, wenn andere ins Wochenende starten. „Ich arbeite überwiegend an Freitagnachmittagen oder Samstagvormittagen“, berichtet die Sozialarbeiterin. Sie hält Seminare für alkoholauffällige Kraftfahrer ab. Da diese meist berufstätig sind, bietet sie ihre Seminare – in der Regel vier bis fünf pro Jahr – an Wochenenden an. 16 Stunden umfasst ein Seminarblock inklusive Pausen, jeweils vier an vier aufeinanderfolgenden Freitagen oder Samstagen. „Für meine Familie mit drei Kindern und mich ist dies gut möglich“, sagt sie. „Ich kann meine Arbeitszeit selbständig und relativ flexibel einteilen.“

Wer seinen Führerschein wegen Alkoholmissbrauchs im Straßenverkehr verloren hat, muss sich zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) unterziehen, wenn ein Promillewert über 1,6 festgestellt wurde oder bereits wiederholte Alkoholfahrten aktenkundig sind. Dort, so Barbara Wizgall, werde unter anderem geprüft, ob sich die betreffenden Personen selbstkritisch mit ihrem Alkoholkonsum und den Hintergründen ihrer Verkehrsauffälligkeit auseinandergesetzt haben, sodass weitere Alkoholfahrten ausgeschlossen werden können. „Unser Seminar ermöglichen eine intensive Vorbereitung auf diese MPU“, so die Sozialarbeiterin. Die Teilnehmer – maximal zehn pro Seminarblock – durchlaufen zuerst verbindliche Einzelgespräche bei Kollegen der Caritas-Suchtberatung, um die Seminareignung abzuklären. „Das Seminar ist dann bereits Stufe zwei“, berichtet Barbara Wizgall. Die Teilnahme daran ist freiwillig. In zehn verschiedenen Themenblöcken mit therapeutischen Elementen werde beispielsweise über die Wirkung des Alkohols auf Körper, Psyche und soziales Umfeld, über den Einfluss von Alkohol auf das Fahrverhalten oder auch über die Selbsteinschätzung im Umgang mit Alkohol gesprochen. „Unser Ziel ist es, dass sich die Teilnehmer offen mit sich selbst auseinandersetzen und für sich neue Verhaltensweisen erarbeiten, die eine weitere Auffälligkeit ausschließen“, sagt Barbara Wizgall. In abschließenden Einzelgesprächen mit den Teilnehmern, die alle eine ausführliche Teilnahmebescheinigung erhalten, werde dann in einer dritten Stufe das weitere Vorgehen abgeklärt. „Durch die Teilnahme an unserem Seminar erhöht sich die Chance auf ein positives Ergebnis der MPU.“

Frauen seien bei alkoholauffälligen Kraftfahrern aller Altersklassen deutlich in der Minderheit, berichtet die Sozialarbeiterin. Nicht selten suchten Betroffene erst dann Hilfe bei der Beratungsstelle, wenn sie bei einer ersten MPU gescheitert sind. „Für sie gilt unser Angebot, das MPU-Gutachten gemeinsam zu besprechen und Lösungsvorschläge aufzuzeigen – bis hin zu  einer Therapie.“ Auch die Einzelgespräche finden überwiegend außerhalb üblicher  Arbeitszeiten statt.  Aufgrund der überschaubaren Seminarteilnehmerzahl seien  Terminverschiebungen meist problemlos möglich. „Ich habe auch schon an einem ersten Advent  gearbeitet“, berichtet Barbara Wizgall.

I N F O :  Das nächste Seminar für alkoholauffällige Kraftfahrer findet an den Freitagnachmittagen 25. September, 2., 9. und 16. Oktober, jeweils von 14 bis 18 Uhr in Ravensburg oder Wangen statt. Anmeldung unter Telefon  07 51 / 3 62 56 80 (Ravensburg) oder  0 75 22 / 7 07 51-0 (Wangen).