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12/2006 "Ulrich Mayr geht in den Ruhestand"
10/ 2006 "Die Sucht findet immer jügere Opfer"
09/ 2006 "Ich möchte, dass alles wieder wie früher ist" - GiC Galerie in der Caritas
08/ 2006 "Die Hemmschwelle ist niedriger, die Frauen kommen früher" 07/ 2006 Einführungskurs für NachbarschaftshelferInnen Ravensburg
06/ 2006 Einführungskurs für NachbarschaftshelferInnen Friedrichshafen
04/ 2006 Kreative Auseinandersetzung mit dem Thema Sucht
03/ 2006 Nachbarschaftshelferinnen erhielten ihre Zertifikate
03/ 2006 Eine wichtige Anlaufstelle mitten im Wohngebiet
03/ 2006 "Familien - Kinder - Armut?" - Caritas hakt nach! 03/ 2006 "Heimat" in Leutkirch - eine Erfolgsgeschichte der Caritas
01/ 2006 "Die Eltern in ihrer Erziehungskompetenz stärken"
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Ich wollte helfen und Anwalt sein für Arme
Nach 24 Jahren bei der Caritas Bodensee-Oberschwaben geht Ulrich Mayr in den Ruhestand.
Ravensburg/Wangen Ich habe meine Arbeit immer gern gemacht obwohl oder vielleicht gerade weil es Höhen und Tiefen gab, sagt Ulrich Mayr. Nach 31 Jahren im kirchlichen Dienst, davon 24 Jahre bei der Caritas Bodensee-Oberschwaben, verabschiedete sich der Fachbereichsleiter Soziale
Dienste jetzt in den Ruhestand.
Ich bin ein ziemlich umtriebiger Mensch, sagt Mayr von sich selbst. Immer wieder in seinem Berufsleben habe er neue Herausforderungen
gesucht und gefunden. Richtschnur für ihn waren die Grundfunktionen der Caritas. Ich wollte helfen und Anwalt sein für Arme, Hilfsbedürftige und sozial Benachteiligte,
betont er. Dabei habe er stets bedarfs- und problemorientiert agiert. Die Liste der Projekte, die Ulrich Mayr in all den Jahren initiiert, erfolgreich umgesetzt und begleitet hat, ist lang.
Seit 21 Jahren lebt Mayr, der in Heidenheim geboren ist, mittlerweile in Amtzell. Nach seinem Studium der Sozialpädagogik
mit Schwerpunkt Jugend- und Erwachsenenbildung an der Fachhochschule Benediktbeuren war er zunächst als Jugendreferent in der kirchlichen Verbandsarbeit tätig. Schon damals
habe er den heutigen Caritas-Regionalleiter Ewald Kohler
in anderer Funktion kennen gelernt, berichtet er. In Ravensburg führten die beruflichen Wege der beiden dann zusammen.
Im Oktober 1982 übernahm Mayr die Leitung der Caritas-Bezirksstelle Wangen mit Nebenstelle Leutkirch. An meinem ersten Arbeitstag
waren wir drei Verwaltungsmitarbeiter, zwei in Wangen und eine Mitarbeiterin in Leutkirch und es gab eine Erziehungsberatungsstelle
in Leutkirch, allerdings mit Direktanbindung zum Caritas-Verband, erzählt Mayr. Nach einigen Jahren zählte die Bezirksstelle
rund 30 Mitarbeiter. Mayr gelang es, ein funktionierendes Netzwerk aufzubauen und neue Beratungsangebote, darunter die Suchberatung,
die Schwangerschaftsberatung, die Fachberatungsstelle Kindergartentagesstätten sowie die Sozial- und Lebensberatung in Leutkirch,
zu installieren. Im November 1983 startete das fünfjährige Modellprojekt des Bundesfamilienministeriums Multiplikatorenprogramm zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit.
Das war für uns eine große Herausforderung, erinnert sich Mayr und erzählt von Projektgruppen zur beruflichen Integration
der Jugendlichen und der späteren Einrichtung des Arbeitshilfezentrums Kisslegg, das zwischenzeitlich geschlossen wurde. Von
1998 bis 2002 folgte in Kooperation mit der Stadt Wangen das vom Bundesfamilienministerium geförderte Modellprojekt Interkulturelle
Öffnung und Vernetzung sozialarbeiterischer Hilfen für ausländische Arbeitnehmer und ihre Familien. Unsere damalige Arbeit
und deren Ergebnisse sind sogar in einer Broschüre dokumentiert zusammen mit einem Modellprojekt in Freiburg, berichtet
Mayr. Die Broschüre ist im Buchhandel erhältlich.
Alle Aktivitäten, Projekte und Funktionen Ulrich Mayrs in seinen 24 Caritas-Jahren aufzuzählen, würde zu lange dauern. An zu vielen verschiedenen Stellen hat er seine Spuren hinterlassen. So war er beispielsweise
an der Einrichtung eines Sozialdienstes für ausländische Flüchtlinge in Wangen und Bad-Wurzach beteiligt, installierte Migrationsfachdienste
und war von 1993 bis 1995 Vorsitzender der Liga der freien Wohlfahrtsverbände im Landkreis Ravensburg. 1998 entstand die Einrichtung
des Nachbarschaftstreffs in der Domäne Hochberg in Ravensburg, 1999 richtete Mayr den Caritas-Fachdienst Zuhause leben an
den Standorten Ravensburg, Weingarten, Wangen, Isny, Bad Waldsee und Altshausen ein. Der Dienst, der sich für alte, kranke
oder behinderte Menschen und deren Angehörige engagiert, hat sich längst etabliert und wird gut angenommen, berichtet er.
Mayr war 1999 auch maßgeblich an dem in Zusammenarbeit mit den katholischen Kirchengemeinden und der evangelischen Kirchengemeinde
Weingarten realisierten Fairkauf-Projekt beteiligt. Das Gebrauchtwarenkaufhaus erfreut sich mittlerweile großer Beliebtheit. Im Herbst
2006 sind mit dem Kontaktcafé CariSINA und dem Tafelladen CariSATT zwei weitere Angebote in Weingarten dazugekommen.
Nach dem dreijährigen Gemeinwesenprojekt Untere Breite in Weingarten 1999 folgten 2001 die Gemeinwesenprojekte Heimat in der Domäne Hochberg in Ravensburg, Nachbarschafts- und Familientreff Oberhof/Windhag
in Friedrichshafen, ab 2002 Heimat Integration für Spätaussiedler und ihre Familien in Leutkirch-Pfingstweide und Integration
von ausländischen Kindern, Jugendlichen und ihre Familien in Bad Wurzach. Die stadtteilorientierte Gemeinwesenarbeit war
für mich eine große Herausforderung, sagt Ulrich Mayr. Raus aus den Büros, rein in den Stadtteil, in das Lebensumfeld der
Bewohner das bisherige Konzept hat uns Recht gegeben. Auch die Einrichtung der Migrationserstberatungen in Ravensburg und
Leutkirch tragen seine fachkompetente Handschrift.
Langweilig wird es Ulrich Mayr auch im Ruhestand nicht werden. Ich habe viele Interessen, sagt er und erzählt von seinen Hobbys, zu denen neben kulturellen
Interessen, Garten, Natur und Bergsteigen auch das Fotografieren zählt. Darüber hinaus ist er seit zwei Jahren ehrenamtlicher
Richter am Sozialgericht Konstanz und im Vorstand des Betreuungsvereins St. Martin e.V.. Ich suche aber auch noch nach
einer neuen Aufgabe beziehungsweise einer neuen Herausforderung im sozialen Bereich, sagt er. Und wer Ulrich Mayr kennt, weiß, dass dies keine leeren Worte sind.
Bildtext: Nach 24 Jahren bei der Caritas Bodensee-Oberschwaben ist Ulrich Mayr in den wohlverdienten Ruhestand getreten. Bild: Caritas
Medieninformation Nr. 10/06 der Caritas Bodensee-Oberschwaben
RAVENSBUR6 (beß)- Der Landkreis Ravensburg ist weit entfernt von der heilen Welt. Die Suchtproblematik unterscheide sich nicht
von der in Großstädten, sagt Ewald Kohler, Geschäftsführer der Caritas Bodensee-Oberschwaben: "Das ist ein ernst zu nehmendes
Problem." Sorge bereite, dass die Konsumenten immer jünger werden.
Seit den Strukturveränderungen bei den Beratungsstellen zu Jahresbeginn ist die Caritas alleinige Anbieterin der ambulanten
Suchthilfe im Landkreis. Ewald Kohler sieht diese Aufgabe als wichtigen Baustein in der sozialen Grundversorgung: "Es geht
nicht um Peanuts". Die Sucht tausender Abhängiger im Landkreis verursache soziale Folgen, unter denen auch die Angehörigen
leiden, Familien zerbrechen, die soziale Abwärtsspirale bringe Menschen im Extremfall auf die Straße. Die Fachstellen der
Caritas versuchen hier einen Beitrag zur Erhaltung der Familien und der Arbeitsplätze zu leisten.
Klienten von der Arbeitsagentur
"Rund ein Drittel aller Klienten sind Hartz-4-Empfänger" berichtet Rainer Willibald, Fachbereichsleiter der Suchthilfe. In
der Agentur für Arbeit werde jetzt mit Nachdruck darauf geachtet, dass die Vermittlungsfähigkeit hergestellt wird. Das stelle
die Suchthilfe vor Kapazitätsprobleme. Schließlich handle es sich um eine große Zahl chronisch Suchtkranker mit multiplem
Hilfebedarf: Das ist Knochenarbeit." Die Caritas setzt dabei auch auf die Vernetzung, arbeitet mit Fachkliniken und Selbsthilfegruppen
zusammen. "Jedes fünfte Bett in der Inneren ist mit einem Suchtpatienten belegt", unterstreicht Willibald die Bedeutung der
Zusammenarbeit. Etwa jeder sechste Klient in den Beratungsstellen konnte für eine Reha-Behandlung motiviert werden. Willibald
spricht von einem erfolgreichen System: "Wer behandelt wurde ist nach zwei Jahren noch abstinent." Mit Sorge vermerken die Suchtberater, dass die Konsumenten, vor allem von Alkohol, immer jünger werden und exzessiver einsteigen.
Neben Alkohol finde Cannabis bei Jugendlichen zunehmende Verbreitung, wobei Rauschmittel immer häufiger kombiniert werden
je nach Anlass zum Aufputschen oder zum Entspannen. Rückläufig ist dagegen die Klientel der Heroinabhängigen; rund 110 nehmen im Landkreis an einem Substitutionsprogramm teil.
Über die Dunkelziffer, so Ewald Kohler, könne aber nur spekuliert werden. In der Prävention liegt das Augenmerk auf nachhaltig angelegte Schwerpunktaktionen im Verbund mit Partnern wie Schulen oder
Vereinen, etwa beim Projekt "Leben pur" in Wangen Und die Caritas sucht verstärkt die Nähe zu den Zielgruppen, etwa in der
Vollzugsanstalt, in den Krankenhäusern, bei alkoholauffälligen Autofahrern. "Wir wollen die Klienten nicht erst zu Gesicht
bekommen, wenn sie abgestürzt sind", sagt RainerWillibald.
Medieninformation Nr. 09/06 der Caritas Bodensee-Oberschwaben
In der Galerie der Caritas Bodensee-Oberschwaben sind noch bis 14. Oktober Werke aus dem Wettbewerb "Was SUCHT Jugend?" zu
sehen
Ravensburg "In dem Moment, wenn du Drogen nimmst, beginnen die Schattenseiten" steht als Begleittext zu dem Bild der 15-jährigen Kadriye
zu lesen. Und weiter: "Warum bin ich hier? Ich möchte zu meiner Familie ich möchte, dass alles wieder wie früher ist." Das
Bild der 15-jährigen ist eines von rund 20 Werken, die noch bis 14. Oktober in der Galerie der Caritas Bodensee-Oberschwaben
(Seestraße 44) zu sehen sind. Jugendliche aus dem Landkreis Ravensburg haben sie in der Auseinandersetzung mit dem Thema "Sucht"
geschaffen. Entstanden sind sehr verschiedenartige, eindrucksvolle Arbeiten, die allesamt nachdenklich stimmen, betroffen
machen, aber auch Hoffnung signalisieren.
"Wir freuen uns, dass so viele mitgemacht haben", sagt Veronika Ludwig vom Nachbarschaftstreff der Caritas Bodensee-Oberschwaben
in der Domäne Hochberg. Zusammen mit Diplom-Sozialarbeiter Igor Cuden und Cordula Reinhardt, Diplom-Sozialpädagogin und Leiterin
des Jugendtreffs Weststadt, hatte sie im April das Suchtpräventionsprojekt "Was SUCHT Jugend?" gestartet. Jugendliche im Alter
zwischen 14 und 21 Jahren aus dem Kreis Ravensburg konnten sich mit selbst gefertigten Bildern, Gedichten oder auch Songs
aktiv beteiligen. "Die Vielfalt der Einsendungen ist faszinierend", so Cordula Reinhardt. "Eigentlich haben alle einen Preis
verdient."
Als Hauptsieger unter den jugendlichen Einsendern wurde das Bild des 16-jährigen Valerij mit dem Titel "Wodka Lockerov" gewählt.
Es zeigt zwei Personen und eine riesige Wodkaflasche. Dazu hat Valerij geschrieben: "Na, brauchst du etwa auch Lockerov, um
ein Mädel anzusprechen?" Seine Lehrerin habe von dem Sucht-Wettbewerb erzählt, berichtet der Jugendliche. Zu Hause sei ihm
dann die Idee für sein Bild gekommen. "Bei vielen ist es einfach so, dass sie sich Mut antrinken müssen", erklärt er und erzählt,
dass das Siegerbild die zweite Fassung sei. "Die erste war nicht so toll, aber beim zweiten Versuch ging es dann ganz schnell."
Die teilnehmenden Jugendlichen mindestens 41 Prozent von ihnen haben laut Veronika Ludwig Migrationshintergrund setzten
sich zeichnerisch, in Collagen und textlich mit dem Thema Sucht auseinander. Auch Songs wurden eingeschickt. In vielen Werken
schimmern eigene Sucht-Erfahrungen durch. Einsamkeit und persönliche Probleme, aber auch Neugier und Gruppendynamik werden
als Sucht-Ursachen genannt. Alkohol, Zigaretten, Medikamente, Sex, Drogen die Jugendlichen haben keinen Bereich ausgelassen.
Ein Werk setzt sich auch mit der Computer-Sucht auseinander. "Süchtige verkriechen sich in ihre eigene rosa Welt, um sich
von Problemen fern zu halten", steht dazu geschrieben. "Die Jugendlichen sind gesellschaftskritisch, aber auch selbstkritisch
mit dem Thema umgegangen", berichtet Mara Fritzenschaft, die in ihrer Zeichenschule in Vogt den Sucht-Wettbewerb thematisiert
hat. "Es wäre schön, wenn viele Schulen den Weg in die Ausstellung finden", hofft Martin Belser, Caritas-Fachleiter Soziale
Hilfen.
Info: Die Ausstellung "Was SUCHT Jugend" ist noch bis 14. Oktober in der Galerie der Caritas, Seestraße 44, zu sehen. Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 und 13.30 bis 17 Uhr, Freitag von 8 bis 12 Uhr.
Ansprechpartner: Veronika Ludwig, Nachbarschaftstreff Domäne Hochberg Caritas Bodensee-Oberschwaben, Tel. 07 51 / 79 142 04 ludwig@caritas-bodensee-oberschwaben
bei Suchtfragen: Andreas Kuhnhäuser, Suchtberatung Caritas Bodensee-Oberschwaben, Tel. 07 51 / 3 62 56 80
Medieninformation Nr. 08/06 der Caritas Bodensee-Oberschwaben
"Die Hemmschwelle ist niedriger, die Frauen kommen früher"
Seit gut einem Jahr beteiligt sich die Caritas Bodensee-Oberschwaben an der Online-Schwangerschaftsberatung
Ravensburg - Schwangerschaftsberatung im Internet macht es möglich Schwellenängste abzubauen. "Unabhängig von den Öffnungszeiten
der Beratungsstellen vor Ort können Ratsuchende in einem ersten Kontakt Hilfe erhalten", sagt Elke Mayer. Die Diplom-Sozialarbeiterin
ist für die Caritas Bodensee-Oberschwaben in der Katholischen Schwangerschaftsberatung tätig. Seit Mai 2005 berät sie auch
Online. Im Wechsel mit fünf weiteren Kolleginnen aus dem Bereich der Diözese Rottenburg-Stuttgart deckt sie dienstags die
Zeitschiene von 17 bis 19 Uhr im Online-Chat der bundesweiten Internet-Schwangerschaftsberatung ab.
"Im vergangenen Jahr ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart in der bundesweiten Online-Schwangerschaftsberatung der katholischen
Beratungsstellen mit eingestiegen", erzählt Elke Mayer. Koordiniert wird die Online-Beratung, die seit rund drei Jahren bundesweit
vernetzt läuft, von der Aktion "Wir helfen weiter". Jeweils zwei Beraterinnen sind online. Der Zugang zur Online-Schwangerschaftsberatung
kann über www.caritas.de , www.caritas-bodensee-oberschwaben.de oder über Google erfolgen. Auf der Caritas-Website gibt es einen orangefarbenen Button, der direkt zur Online-Beratung führt.
"Dort geht es zu wie in der persönlichen Beratung", berichtet Elke Mayer, die wie ihre Kolleginnen für ihre Tätigkeit in der
Internetberatung inhaltlich und technisch geschult wurde. Die Rat suchenden Besucher gelangen zunächst in die Lobby, in das
so genannte Wartezimmer mit der ersten Ansprechpartnerin. Dort erfolgt die Anmeldung und es gibt einen ersten Kontakt, der
von allen gelesen werden kann und bei dem allgemeine Fragen beantwortet werden. Auf Wunsch der Klientin geht es danach ins
Sprechzimmer mit der zweiten Beraterin. "Hier werden die Online-Beratungsgespräche 'unter vier Augen' geführt und kein anderer
erfährt etwas über die Inhalte", so Elke Mayer. Die vertraulichen Einzelberatungen im Online-Sprechzimmer dauern in der Regel
zwischen 30 und 60 Minuten. Sollte eine intensivere Beratung erforderlich sein, verweisen die Online-Beraterinnen auf die
für die Ratsuchende am nächsten gelegene Schwangerschaftsberatung. "In der Caritas-Beratungsstelle in Leutkirch ist schon
eine Frau gewesen, die über die Online-Beratung zu uns kam", berichtet Elke Mayer.
Die Anliegen und Probleme der Frauen, die sich über die Online-Beratung melden, sind vergleichbar mit denen in einer Vor-Ort-Beratung.
"Die Hemmschwelle ist nur niedriger, die Frauen kommen früher", sagt Elke Mayer. Sie hat auch schon eine Konfliktberatung
übers Internet durchgeführt. "Dabei dachte ich zuerst, das geht gar nicht." Ein Vorteil der Beratungen übers Internet sei,
dass die Probleme meist schneller auf den Punkt gebracht werden als in einer persönlichen Beratung. "Ich hatte bislang auch
nur ernsthafte Anfragen", betont sie. Ihre Kolleginnen auch. Die Bandbreite der Hilferufe ist groß: Sie reicht von finanziellen
Problemen über rechtliche Fragen bis hin zu partnerschaftlichen Anliegen. "Bei Bedarf verweisen wir auf Behörden oder andere
Einrichtungen", erzählt Elke Mayer. Die Ratsuchenden profitieren auch in der Online-Beratung von einem funktionierenden Netzwerk.
Nicht selten entstehen auch Online-Folgekontakte. Von Mai bis Dezember 2005 wurden von Ravensburg aus insgesamt 13 intensive
Einzelberatungen im "Sprechzimmer" durchgeführt.
Info: Zugang zur Online-Schwangerschaftsberatung über www.caritas.de oder www.caritas-bodensee-oberschwaben.de
Ansprechpartner: Paul Geiger Fachbereichsleiter Kinder, Jugend und Familie Telefon 07541/3000-0 geiger@caritas-bodensee-oberschwaben.de
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Juni 2006
Arbeitsgemeinschaft bildet Helferinnen für die organisierte Nachbarschaftshilfe aus
Die Arbeitsgemeinschaft organisierter Nachbarschaftshilfe im Dekanat Friedrichshafen bietet ab Donnerstag, den 19. Oktober
2006 einen Einführungskurs für Helferinnen im Haus der Kirchlichen Dienste in Friedrichshafen an.
Der Kurs umfasst 17 Vormittage, jeweils donnerstags von 8.30 - 11.30 Uhr.
Zum Unterrichtsprogramm gehören u.a. folgende Themenbereiche: Psychologie des Alters, Umgang mit verwirrten Menschen, Ernährung
im Alter, Reflexion der Helferrolle, Betreuungsrecht, Umgang mit Sterben, Tod und Trauer, christliches Menschenbild.
Bei Bedarf wird zusätzlich ein Kurs in häuslicher Krankenpflege angeboten.
Interessenten wenden sich bitte an die: Katholische Arbeitsgemeinschaft für organisierte Nachbarschaftshilfe, c/o Fachdienst Hilfen im Alter; Caritas-Zentrum Friedrichshafen, Katharinenstr. 16, Tel.: 07541/3000-0 nach oben
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Einführungskurs für neue MitarbeiterInnen in der organisierten Nachbarschaftshilfe in Ravensburg
Die Arbeitsgemeinschaft organisierter Nachbarschaftshilfe im Dekanat Ravensburg bietet in Kooperation mit der Caritas Bodensee-Oberschwaben
ab Dienstag, dem 17. Oktober 2006 bis zum 06. März 2007, einen Einführungskurs in Ravensburg im Katholischen Bildungswerk,
Allmandstr. 10, an. Dieser Kurs wird an 16 Vormittagen, jeweils dienstags in der Zeit von 8.30 Uhr bis 11.30 Uhr und einem
Samstag, durchgeführt.
Der Kurs vermittelt wichtige Grundkenntnisse in den Bereichen soziale Dienste, Psychologie des Alters, Umgang mit verwirrten
Menschen, Ernährung im Alter, Reflexion der Helferrolle, Rechtsfragen, christliches Menschenbild und beinhaltet auch den Besuch
des Bruderhauses und den gerontopsychiatrischen Abteilungen im Zentrum für Psychiatrie in Weissenau.
In der organisierten Nachbarschaftshilfe engagieren sich Frauen und Männer, die sich am Dienst für ihre Mitmenschen auf freiwilliger
Basis stundenweise gegen eine Aufwandsentschädigung einsetzen.
Das Angebot der organisierten Nachbarschaftshilfe umfaßt Hilfestellungen im Haushalt, Begleitung und Betreuung von älteren
Personen, Entlastung von Pflegenden Angehörigen sowie die stundenweise Betreuung von Kindern.
Neben einer qualifizierten Einführung in die Tätigkeit der Nachbarschaftshilfe bietet der Kurs den Teilnehmerinnen die Gelegenheit,
persönliche Erfahrungen und Fertigkeiten zu sammeln, Kontakte aufzubauen und sich über die Möglichkeiten von freiwilligem
sozialen Engagement zu orientieren.
Zusätzlich wird ein häuslicher Krankenpflegekurs angeboten.
Interessenten wenden sich bitte an die:Kath. Arbeitsgemeinschaft für organisierte Nachbarschaftshilfe c/o Caritas Bodensee-Oberschwaben, Edgar Störk, 07541 / 3000-0 nach oben
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Medieninformation Nr. 04/06 der Caritas Bodensee-Oberschwaben
Caritas Bodensee-Oberschwaben und Jugendtreff Weststadt starten Wettbewerb "Was SUCHT Jugend?" - Teilnahmeschluss ist der
10. Juni 2006
Ravensburg - "Wir hoffen, dass viele Jugendliche mitmachen", meinen Veronika Ludwig und Igor Cuden vom Nachbarschaftstreff der Caritas
Bodensee-Oberschwaben in der Domäne Hochberg. Zusammen mit Cordula Reinhart, Diplom-Sozialpädagogin und Leiterin des Jugendtreffs
Weststadt, haben sie jetzt ein Suchtpräventionsprojekt gestartet. Jugendliche im Alter von 14 bis 21 Jahren aus dem ganzen
Landkreis Ravensburg können sich aktiv an dem Wettbewerb beteiligen und selbst gefertigte Bilder (maximal DIN A3), Gedichte
oder Songs zu dem Thema "Was SUCHT Jugend?" einschicken. In dem Projekt engagieren sich auch Juri Kriwobok vom Kulturverein
"Gesellschaft Moment e.V." sowie Joachim Sautter vom Kreisjugendring Ravensburg. Die Schirmherrschaft für den Kreativwettbewerb
hat Oberbürgermeister Hermann Vogler übernommen.
Die Idee einer kreativen Auseinandersetzung mit dem Thema Sucht sei bereits im vergangenen Jahr entstanden, so Diplom-Sozialarbeiter
Cuden. Das Thema Drogen beispielsweise sei sowohl im Nachbarschafftstreff in der Mädchengruppe als auch im Jugendtreff Weststadt
besprochen worden, berichten Veronika Ludwig und Cordula Reinhart. Von den Treff-Jugendlichen stamme auch der schlagkräftige
Projektname. "Die Jugendlichen sind sehr kreativ, es gab viele Vorschläge. Wir haben uns gemeinsam überlegt, welche Zielgruppen
wir erreichen wollen." Das Präventionsprojekt von Caritas und Jugendtreff wird finanziell zum einen vom Kreisjugendring und
als Hauptsponsor durch die "Aktion Mensch" unterstützt.
Die Erfahrung habe gezeigt, dass reine Infoveranstaltungen insbesondere Jugendliche mit Migrationshintergrund kaum erreichen,
berichtet Diplom-Sozialpädagogin Veronika Ludwig. Gerade diese und russlanddeutsche Jugendliche sollen mit dem Projekt angesprochen
werden. Die Teilnehmer können sich auch in ihrer Muttersprache oder nonverbal durch Bilder mit dem Thema auseinandersetzen.
Dadurch, so Cuden, werden auch Jugendliche motiviert, die sich im sprachlichen Ausdruck der deutschen Sprache nicht so sicher
sind. Die gedankliche Auseinandersetzung mit dem Thema Sucht, sind sich die Initiatoren sicher, setze einen Bewusstseinsprozess
in Gang, der die Jugendlichen für Sucht-Ursachen sensibilisiere. Einzel- und Gruppeneinsendungen sind möglich.
Für eine Projektteilnahme wird kreisweit an Schulen, Jugend- und Familientreffs sowie Bildungszentren geworben. Einsendeschluss
ist der Samstag, 10. Juni 2006. Danach wird eine Jury, der der Suchtbeauftragte und drei Lehrer angehören, die eingesendeten
Werke beurteilen. In jeder Kategorie (Texte, Songs, Bilder) wird ein Hauptpreis vergeben. "Auf die Jugendlichen warten Geschenkgutscheine
und andere attraktive Preise, so Cordula Reinhart. Am 7 Juli, um 18 Uhr, findet eine Abschlussveranstaltung im Gemeindesaal
der Dreifaltigkeitskirche statt. Die eingesandten Wettbewerbsbeiträge werden dort präsentiert und durch Oberbürgermeister
Hermann Vogler prämiert. Die Organisation übernehmen alle Projektbeteiligten. Für eine musikalische Umrahmung durch mehrere
Musikgruppen aus dem Kulturverein "Gesellschaft Moment e.V." sowie für Speisen und alkoholfreie Getränke wird gesorgt. "Es
soll ein Abend von Jugendlichen für Jugendliche werden, an dem auch die Begegnung zwischen den Kulturen möglich sein soll",
so die Meinung der Projektverantwortlichen. Marion Kynaß von SWR 4 Bodenseeradio hat bereits für die Moderation des Abends
zugesagt. "Anschließend werden alle eingesandten Werke in der Galerie der Caritas in der Ravensburger Seestraße ausgestellt",
so Cuden.
Ansprechpartner: Martin Belser Fachleiter Soziale Hilfen der Caritas Bodensee-Oberschwaben Telefon 0751/36256-41 E-Mail: belser@caritas-bodensee.de
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Auch die Hilfe für den Nächsten bedarf der Schulung. Am Dienstagmorgen gab es im kath. Bildungswerk Zertifikate für 23 Frauen.
Sie hatten sich diese nach Absolvierung eines halbjährigen Kurses erworben. Die katholische Arbeitsgemeinschaft für organisierte
Nachbarschaftshilfe im Dekanat Ravensburg hatte in Zusammenarbeit mit der Caritas Bodensee-Oberschwaben diesen Einführungskurs
durchgeführt, der 90 Unterrichtseinheiten beinhaltete.
Nachbarschaftshilfe, das ist die Antwort auf den steigenden Hilfebedarf alter, kranker oder behinderter Menschen in den Gemeinden.
Mit zunehmendem Alter mehrt sich die Zahl derer, die sich nicht mehr selbst versorgen können und die stundenweise Hilfe bedürfen,
weil sie nicht mehr in der Lage sind, ihren Haushalt allein zu führen. Ziel der organisierten Nachbarschaftshilfe ist es die
Angehörigen und die älteren Menschen zu unterstützen damit diese möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung leben können.
Der Dienst in der Nachbarschaftshilfe geschieht auf freiwilliger Basis, wofür es eine Aufwandsentschädigung gibt. Die Organisation
erfolgt über die Einsatzleitung. Diese wie die Helferinnen unterstehen der Schweigepflicht. Der Einsatz ist auf Hilfestellungen
im Haushalt und im sozialen Bereich begrenzt.
Zusammen mit Edgar Störk von der Caritas Bodensee-Oberschwaben sowie zehn Referent(innen) wurden unter der Begleitung von
Rosemarie Fuchs und Beatrix Zinnäcker der Kurs mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Themen die für den Einsatz als Nachbarschaftshelferinnen
wichtig sind behandelt.
Der Kurs in Ravensburg diente in erster Linie dazu, die Zielsetzungen und Aufgaben der organisierten Nachbarschaftshilfe zu
vertiefen, das soziale Umfeld des Hilfesuchenden einzubeziehen und eigenes Tun und Handeln kritisch zu hinterfragen und zu
reflektieren.
Die Teilnehmerinnen eigneten sich u.a. Wissen über Rechtsfragen, Psychologie im Alter, Hauswirtschaft, allgemeine soziale
Dienste, Helferrolle, Suchtverhalten, Umgang mit Leben, Sterben, Tod und Grundlagen der Gesprächsführung an. Ein Kurs in häuslicher
Krankenpflege gehörte auch zum Kurskonzept.
"Wir haben nicht nur im Hinblick auf unseren künftigen Einsatz, sondern ganz persönlich von diesem Kurs profitiert", formulierte
eine Teilnehmerin. Eine andere Teilnehmerin resümierte "Der Kurs hat mir viel gebracht", und sprach damit an, was wohl alle bewegte.
Der nächste Einführungskurs für neue Mitarbeiterinnen in der organisierten Nachbarschaftshilfe beginnt am Dienstag, den 17.
Oktober 2006 in Ravensburg.
Nähere Informationen über die Nachbarschaftshilfe und den Einführungskurs erhalten sie über die Caritas Bodensee-Oberschwaben
Herr Edgar Störk unter Telefonnummer: 07541 30 00 - 0
Zertifikate gab es gestern für 23 Frauen im kath. Bildungswerk in Ravensburg. Sie hatten einen halbjährigen Fortbildungskurs
in der organisierten Nachbarschaftshilfe absolviert. In 90 Unterrichtseinheiten lernten die Frauen - teils schon jahrelang
in der Nachbarschaftshilfe tätig - die Zielsetzungen und Aufgaben der organisierten Nachbarschaftshilfe noch näher kennen.
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Medieninformation Nr. 03/06 der Caritas Bodensee-Oberschwaben
Eine wichtige Anlaufstelle mitten im Wohngebiet
Seit 1998 gibt es in der Domäne Hochberg den Nachbarschaftstreff der Caritas Bodensee-Oberschwaben - Das erfolgreiche Projekt
wurde bereits zwei Mal bis Ende 2006 verlängert
Ravensburg- "Wir sind mit dem Ziel angetreten, nachhaltige Strukturen für eine Hilfe zur Selbsthilfe im Stadtteil aufzubauen", betont
Ulrich Mayr, Leiter des Fachbereichs Soziale Dienste bei der Caritas Bodensee-Oberschwaben. Mayr spricht von dem "Nachbarschaftstreff
Domäne Hochberg" in der Ravensburger Weststadt, der 1998 von der Caritas in Kooperation mit der Stadt Ravensburg, der katholischen
Kirchengemeinde Dreifaltigkeit und der evangelischen Johannesgemeinde initiiert wurde. Mittlerweile wurde das Projekt im Jahr
2003 ein zweites Mal um drei Jahre verlängert und läuft nun zumindest bis Ende 2006, berichtet Veronika Ludwig. Die Diplom-Sozialpädagogin
ist seit 2001 Leiterin des Nachbarschaftstreffs. Unterstützt wird sie von der Heilpädagogin Margret Bandel-Stenzel, die den
dort angesiedelten Kinder- und Mädchentreff leitet. Gründe für die Projektverlängerung liegen zum einen im Erfolg des Projekts,
zum anderen in der Tatsache, dass die Bewohnerschaft der Domäne Hochberg noch immer einen spezifischen Hilfebedarf hat: 70
Prozent der dort lebenden Menschen haben laut Mayr Migrationshintergrund, rund 55 Prozent sind Spätaussiedler. Viele von ihnen
leben noch nicht lange in der Bundesrepublik Deutschland.
"Die Leute haben Vertrauen zu unsund nehmen die Angebote des Nachbarschaftstreffs an", freuen sich die beiden engagierten
Frauen. Der Treff ist eine Drei-Zimmer-Wohnung mitten im Domäne-Wohngebiet. Als niederschwellige Anlaufstelle bietet er den
Stadtteilbewohnern Unterstützung in ihrer Orientierung im Gemeinwesen. Die Hilfeangebote sind vielfältig: Sie reichen von
Beratungsgesprächen und Informationsveranstaltungen über sprachliche Unterstützung, Sprachkurse und Gruppenangebote bis hin
zu Stadtteilaktionen oder Ferienprogrammen. "Die Menschen sollen sich in ihrem Stadtteil akzeptiert und wohl fühlen", betont
Veronika Ludwig. "Und wir bieten ihnen die Möglichkeit sich selbst einzubringen." Oft fungiert der Nachbarschaftstreff als
Vermittlungsstelle. "Wir helfen den Betreffenden beim Ausfüllen von Formularen, erklären ihnen, an welche Stellen sie sich
in Problemfällen, beispielsweise bei einer Wohnungs- oder Arbeitsplatzkündigung, wenden können und greifen, wenn es akut ist,
auch mal intervenierend ein", sagt Veronika Ludwig und berichtet von einer Frau, die mit ihren zwei Kindern im Nachbarschaftstreff
Zuflucht suchte, als sie von ihrem Partner massiv bedroht wurde. "Wir halfen ihr durch Kontaktvermittlung zum Frauenhaus."
Die erfolgreiche Arbeit des Nachbarschaftstreffs basiert auf einem funktionierenden Netzwerk mit anderen Beratungsstellen,
Einrichtungen und Behörden. Jede zweite Woche findet im Nachbarschaftstreff eine Außensprechstunde des Jugendamts statt. "Die
Leute kennen uns, die Mund-zu-Mund-Propaganda greift", wissen die beiden hauptamtlichen Caritas-Mitarbeiterinnen.
Gern genutzt werden die Gruppenangebote des Nachbarschaftstreffs. Zweimal wöchentlich findet unter pädagogischer Leitung des
Kinderschutzbundes eine Eltern-Kind-Gruppe für Eltern mit ihren Kindern im Alter von null bis drei Jahren statt. "Hier treffen
sich einheimische Deutsche und Spätaussiedler, auch binationale Familien mit griechischem und italienischem Elternteil sind
vertreten", so Veronika Ludwig. Gut besucht ist auch der offene Kindertreff, ein Angebot für Fünf- bis Zehnjährige. Dort wird
zusammen gespielt, gebastelt, gekocht und gebacken, sogar ein Kräutergarten wurde angelegt. Gelegentlich werden kleine Unternehmungen
wie ein Besuch auf dem Bauernhof oder ins Tierheim unternommen. Auch Aktionen wie die Stadtputzete stehen auf dem Programm.
"Die Förderung von sozialen Kompetenzen ist uns sehr wichtig", berichtet Margret Bandel-Stenzel. "Die Kinder nehmen uns als
Ansprechpartner wahr. Wir möchten ihnen das Gefühl vermitteln angenommen und akzeptiert zu werden." Damit richtet die Heilpädagogin
ihren Blick auf die Stärken und Ressourcen der Kinder, an denen sie mit ihrer pädagogischen Arbeit ansetzt. Bei Bedarf sucht
sie Eltern auf und vermittelt in Konflikten zwischen Kindern und Familien. Vor zwei Jahren wurde darüber hinaus auf Wunsch
der Bevölkerung ein Mädchentreff in der Domäne Hochberg eingerichtet. Einmal in der Woche treffen sich die Zehn- bis 13-Jährigen.
Die im Treff behandelten Themen und Inhalte, berichtet Margret Bandel-Stenzel, bestimmen die Mädchen im Wesentlichen selbst.
"Und die reichen von kreativen Betätigungen, über gemeinsames Kochen und Sich-Austauschen bis hin zu Gesprächen über Drogen,
Liebe und Sexualität." Durch die regelmäßigen Treffs, weiß die Heilpädagogin, werden Selbstbewusstsein und Ich-Kompetenzen
der Mädchen gestärkt - wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration.
Nicht zuletzt dienen die Räumlichkeiten des Nachbarschaftstreffs auch für Aktivitäten der Bewohner. Kindergeburtstage und
andere Familienfeste werden dort gefeiert und es finden die von Ehrenamtlichen aus dem Stadtteil selbst organisierten Elterntreffs
sowie die Vereins- und Vorstandstreffen des Vereins "Gesellschaft Moment" statt. Dessen Mitglieder, berichtet Veronika Ludwig,
engagieren sich unter anderem an den Stadtteilfesten oder auch bei den WIN-Wochen der Stadt Ravensburg. "Das freiwillige Engagement
in der Domäne Hochberg hat in den vergangenen Jahren eindeutig zugenommen", freut sich die Caritas-Mitarbeiterin. "Wir werden
mit dem Nachbarschaftstreff auch weiterhin nah dran bleiben."
Kurzinfo:Nachbarschaftstreff Domäne Hochberg, Gertrud-Ehrle-Weg 24, 88213 Ravensburg, Telefon 0751/7914204, Fax 0751/7914205
Ansprechpartner: Ulrich Mayr Leiter Fachbereich Soziale Dienste der Caritas Bodensee-Oberschwaben Tel. 07561/906616 E-mail: mayr@caritas-bodensee-oberschwaben nach oben
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Medieninformation Nr. 2/06 der Caritas Bodensee-Oberschwaben
"Familien - Kinder - Armut?" - Caritas hakt nach!
Gesprächsabend der Caritas Bodensee-Oberschwaben mit Landtagskandidaten
Ravensburg - Unter dem Motto "Familien - Kinder - Armut? Wo drückt der Schuh im Ländle? Caritas hakt nach!" lädt die Caritas Bodensee-Oberschwaben
am Donnerstag, 16. März, um 20 Uhr im Klösterle, Olgastraße 13, in Ravensburg Interessierte zu einer Veranstaltung anlässlich
der bevorstehenden Landtagswahl ein. Unterstützt von einigen lokalen Experten wird die Diözesancaritasdirektorin Dr. Irme
Stetter-Karp als "Anwältin der Familien" im Gespräch mit den Landtagskandidaten Ulrich Müller (CDU), Rainer Marquart (SPD),
Manfred Lucha (Die Grünen) und Dr. Reinhard Klumpp (FDP) nicht nur genau hinschauen "wo der Schuh drückt". Es wird bei dieser
spannenden Gesprächsrunde auch darum gehen, welche verlässlichen Rahmenbedingungen das Land schaffen und sichern muss, damit
Familien in ihren Erziehungs- und Bildungsaufgaben gestärkt und in der Bewältigung ihres Alltags unterstützt werden können.
Moderiert wird das Gespräch von Dr. Rainer Öhlschläger von der Diözese Rottenburg-Stuttgart.
Ansprechpartner: Martin Belser Fachleiter Soziale Hilfen der Caritas Bodensee-Oberschwaben Tel. 0751/36256-41 E-mail: belser@caritas-bodensee-oberschwabend.de
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Sozialcourage Heimat 03/2006"Heimat" in Leutkirch - eine Erfolgsgeschichte der Caritas
Fast vier Jahre lang trieb der Migrationsdienst der Caritas Bodensee-Oberschwaben die Integration junger Spätaussiedler mit
einem Maßnahmenprogramm voran. Zum Projektende wurde der Caritas von den Kooperationspartnern attestiert, dass das gemeinwesenorientierte
Projekt deutliche, positive Wirkungen im Gemeinwesen erzielt hat. Die Projektmaßnahmen reichten vom offenen Treff "Underground"
- umgesetzt in Kooperation und in Räumen der evangelischen Kirche - über Gewaltpräventionsmaßnahmen (wie "Kino gegen Gewalt",
"Fair streiten"-Programme in der Schule), Vereinsintegrationsprogramme, Sprachmentorenprogramme und mädchenspezifische Angebote
bis hin zu einem aufwändigen Maßnahmenkatalog im Bereich "Übergang Schule-Beruf", der auch die erfolgreiche Akquise zusätzlicher
Ausbildungsstellen beinhaltete.
Diese inhaltliche Breite des Programms gelang nicht zuletzt durch die intensive Vernetzung mit den Institutionen des Gemeinwesens,
durch die z. B. ein bis dato nur von Einheimischen genutztes Ferienprogramm für Migranten geöffnet wurde. Eine weitere Besonderheit
des Projekts war eine intensive Kooperation mit der Polizei, die weitere kleinere Projekte nach sich zog wie z. B. "Chance
für die Zukunft", aus dessen Mitteln die jungen Spätaussiedler demnächst ein Abbruchhaus als Treffmöglichkeit ausbauen werden.
Auftakt zu diesem Projekt war der Bau einer Grillstelle durch die Jugendlichen.
Positiv ist vor allem die Nachhaltigkeit der Projekte: Der Treff "Underground" wird weiter bestehen, der Einstieg in die interkulturelle
Öffnung des Ferienprogramms ist geschafft, das Sprachmentorenprogramm wird von der Migrationserstberatung weitergeführt und
es wurde ein sehr aktiver Arbeitskreis Aussiedler installiert, der die Integration weiter vorantreibt. Die im Projekt gewonnenen
Erfahrungen werden einem Nachfolge-Projekt "Karriere-Plan" zugute kommen, das die Maßnahmen im Bereich "Übergang Schule-Beruf"
ausweiten und intensivieren wird.
Dieter Haag-Kiebler Caritas-Zentrum Leutkirch nach oben
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Medieninformation Nr. 1/06 der Caritas Bodensee-Oberschwaben
Im März starten die Familienberatungsdienste der Caritas Bodensee-Oberschwaben mit einem breiten Elternbildungsangebot - Kurse
in Ravensburg, Friedrichshafen und Bad Waldsee
Ravensburg/Friedrichshafen/Bad Waldsee - "Wir möchten Eltern in ihrer Erziehungskompetenz und in ihrem Selbstbewusstsein stärken", sagt Martin Belser, Fachleiter
Soziale Hilfen der Caritas Bodensee-Oberschwaben. Erziehung, weiß er, ist eine zentrale, alltägliche Aufgabe und wird mit
stetig neuen Herausforderungen konfrontiert. Sie geschieht nicht hinter verschlossenen Türen, sondern orientiert sich am gesellschaftlichen
Kontext. Nicht selten fühlen sich Eltern überfordert, unsicher oder gar hilflos. Aus diesem Grund bietet die Caritas mit "Triple
P" (ab 7. März in Ravensburg, ab 21. März in Bad Waldsee, ab 25. April in Friedrichshafen) ein familienunterstützendes Elterntraining
und mit "Kess erziehen" (ab10. März in Ravensburg) einen Elternkurs an. "Die Kursleiter sind allesamt qualifizierte Fachkräfte
aus der Erziehungs- und Schwangerschaftsberatung sowie aus anderen Diensten und die Kurse basieren auf überdachten Konzepten",
betont Belser. Auch der Austausch der teilnehmenden Eltern untereinander spiele eine wichtige Rolle. Elterntraining und Elternkurs
richten sich an Eltern mit Kindern im Alter von zwei Jahren bis zur Pubertät.
"Triple P", so Belser, ist ein umfangreiches Programm, das die verschiedenen Entwicklungsphasen der Kinder berücksichtigt
und den Eltern Anregungen gibt, die ihnen helfen, eine gute Beziehung zu ihrem Kind aufzubauen und es in seiner Entwicklung
zu unterstützen. "Triple P arbeitet viel mit Lob und positiver Verstärkung, aber auch mit klaren Grenzen bei Ungehorsam, Trotz
und Wutanfällen", berichtet der Caritas-Fachleiter. Innerhalb von vier Wochen finden abends vier je zwei- bis zweieinhalbstündige
Seminartermine statt. Anhand praktischer Beispiele und Übungen erfahren die Eltern die Förderung und Stärkung positiven Erziehungsverhaltens.
Ein Arbeitsbuch als Begleitmaterial wird zur Verfügung gestellt. Um die Umsetzung der Erziehungsfertigkeiten im Familienalltag
zu unterstützen erfolgt nach Trainingsende eine Weiterbegleitung durch vier individuelle Telefonkontakte à 20 Minuten. Die
Kurskosten pro Elternpaar liegen bei 178 Euro. Auf Anfrage, so Belser, sei eine Ermäßigung möglich.
"Kess erziehen" lenke den Blick auf die Stärken der Eltern und deren Kinder. Der klar strukturierte Kurs setzte an konkreten
Erziehungssituationen der teilnehmenden Eltern an und nutze die darin liegenden Ressourcen zur Förderung ihrer Erziehungs-
und Handlungskompetenz. "Impulse, Reflexionen, Übungen und konkrete Anregungen für zu Hause ermöglichen eine leichte Umsetzung
der vermittelten Inhalte", betont Belser. "Kess erziehen" wird vormittags an fünf Folgeterminen angeboten. 40 Euro zahlen
Einzelpersonen, 50 Euro Elternpaare, jeweils zuzüglich 7,50 Euro für Kursmaterial.
Elternsein in der Pubertät ihrer Kinder bringe neue Aufgaben und Herausforderungen in der Erziehung. Grundlegende Informationen
über die Pubertät, so Belser, können Eltern helfen, einen anderen Blickwinkel zu beziehen und zu entdecken, was im Umgang
mit den Heranwachsenden unverzichtbar ist. "Wie umarme ich einen Kaktus?" heißt ein familienunterstützender Elternkurs, den
die Caritas Bodensee-Oberschwaben nach einem erfolgreichen Konzept des Bildungswerks der Erzdiözese Freiburg in Friedrichshafen
anbietet. Kursbeginn (vier Einheiten) ist am 7. März. Einzelpersonen bezahlen 40 Euro, Elternpaare 45 Euro.
"Wir haben in diesem Jahr auch noch einen ganz neuen Kurs im Elternbildungsangebot", berichtet Belser. Durch "Das Baby verstehen
lernen" soll die Eltern-Kind-Beziehung sehr früh gefördert werden. Bereits im Babyalter, gibt Belser zu bedenken, werden Beziehungsstrukturen
gelegt, finden Prägungen statt. Der Kurs helfe Schwangeren mit oder ohne Partner sich auf die Zeit mit ihrem Baby vorzubereiten.
Gemeinsam mit "frisch gebackenen" Eltern lernen die Kursteilnehmer im ausführlichen Austausch und anhand von Video-Sequenzen
die besonderen Signale und Bedürfnisse eines Babys im ersten Lebensjahr kennen und verstehen. Der Abendkurs, bestehend aus
drei Einheiten, beginnt an 8. März und findet in Bad Waldsee statt.
Die Kooperation mit anderen Bildungsträgern, wie beispielsweise den Katholischen Bildungswerken Ravensburg und Friederichshafen,
Kindergärten, Familientreffs und Schulen, versteht sich von selbst. "Die gesamte bestehende Infrastruktur ist hilfreich und
wird genutzt", betont der Caritas-Fachleiter. Die Erfahrungen zeigten, dass für viele Eltern der Schritt, weitergehende Hilfen
und Fachdienste in Anspruch zu nehmen, nach der Teilnahme an Kursen leichter sei. Belser: "Wir garantieren vertiefende, individuelle
und dauerhafte Hilfe." Und noch etwas ist ihm wichtig. Für Familien, die gerne spielen, steht das gesamte Angebot der im Ravensburger
Caritas-Familienzentrum untergebrachten Ludothek zur Verfügung. Dort können Spiele und Spielgeräte ausgeliehen werden.
Weitere Infos und Anmeldung zu den jeweiligen Kursen bei der Caritas Bodensee-Oberschwaben, Telefon 0751/36256-0, Fax 0751/36256-90, E-mail: haussmann@caritas-bodensee-oberschwaben.de
Ansprechpartner: Martin Belser Fachleiter Soziale Hilfen der Caritas Bodensee-Oberschwaben Tel. 0751/36256-41 E-mail: belser@caritas-bodensee-oberschwabend.de nach oben
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